JOE BONAMASSA - REDEMPTION


Label:
Jahr:2018
Running Time:64:55
Kategorie: Neuerscheinung
 
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Natürlich ist Joe nach wie vor der Gitarristen Blues-Gott. Mit „Redemption“ lebt er allerdings seine rockige Seite des Lebens aus. Das geht schon im Opener „Evil Mama“ (die kenne ich übrigens persönlich, haha), mit einem wuchtigen Einsatz, à la John Bonham (verstorbener Led Zeppelin Drummer) los. Ähnlich, wie damals bei deren Song „Rock And Roll“. Das dreizehnte Album des Barden, der es hier schön deftig in den Vocals angehen lässt, dürfte derweil ebenso für Fans von ZZ Top oder Gary Moore interessant sein. Dafür sorgt zum Beispiel ein Titel wie „King Bee Shakedown“, samt den unerlässlichen Female-Backing Sängerinnen, den Bläsern und dem Feeling der 80er-Jahre. Da bleibt kein Fuß still und so manches Solo an der Gitarre, lässt selbst die Matte des beinharten Metallers kreisen. Damit hätte ich bei aller Liebe und dem letzten, müden Auftritt in der Kölner Lanxess Arena zu Köln, nun wirklich nicht gerechnet. Tja und wer auf eine Mischung der Briten Led Zeppelin (musikalisch, samt Kashmir-Tune) und Thunder (gesanglich) klar kommt, darf ungehemmt in „Molly O´“ reinhören. Das groovt an allen Ecken und Kanten. Was fehlt? Genau, eine schöne Breitseite Country. Wird prompt geliefert mit „Deep In The Blues Again“. Ach ja, ihr steht auf kräftige und ergreifende Power-Balladen, wie Thunder mit „Low Life In High Places“, dann kommt ihr an „Self-Inflicted Wounds“, keine Sekunde lang vorbei. Selbstredend kommt der Blues nicht zu kurz und wird allein schon mit „Just ´Cos You Can Don´t Mean You Should“, herrlich zelebriert. Das Stück allein ist bereits würdig mit Johnny Winter oder Stevie Ray Vaughan, in einem Satz genannt zu werden. Joe Bonamassa hält die Konkurrenz weiterhin in Schach!

Note: 9 von 10 Punkten
Autor: Steve Burdelak


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