MADBALL - FOR THE CAUSE


Label:NUCLEAR BLAST
Jahr:2018
Running Time:34:37
Kategorie: Neuerscheinung
 
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Dreißig Jahre existiert die Hardcoreformation Madball nun schon. Dreißig Jahre, in denen die Urgesteine viel bewegten. Heute zählt Madball zusammen mit Agnostic Front und Sick Of It All, zu den bedeutendsten Bands des New Yorker Hardcore. Dies ist auch wenig verwunderlich, bedenkt man das Sänger und letztes verbleibendes Gründungsmitglied von Madball, Freddy Cricien der Halbbruder des Agnostic Front Sängers Roger Miret ist, welcher zunächst auch den Bass bei Madball übernahm. Die übrigen beiden Gründungsmitglieder waren Schlagzeuger Will Sheplar und Gitarrist Vinnie Stigma, die zu dieser Zeit auch die jeweiligen Instrumente bei Agnostic Front übernahmen. Bemerkenswert, bei der Gründung 1988 war Freddy Cricien gerade mal zwölf Jahre alt. Zunächst begnügte sich Madball damit Material der Schwesterband zu spielen, doch seit ihrem, im Jahr 1994 erschienen ersten Album, mit dem Titel „Set It Off“, waren auch sie aus der Szene New Yorks nicht mehr wegzudenken. Im Laufe der Jahre machte sich Madball durch so manche Erfolge und Errungenschaften einen Namen. So werden sie von manch einem auch als Wegbereiter etlicher Metalcore-Bands angesehen. Angesichts ihres dreißigsten Jubiläums, brachten Madball dieses Jahr nun ihr neuntes Studioalbum auf den Markt. Es trägt den Titel „For The Cause“ und ist die zweite Scheibe die über Nuclear Blast veröffentlicht wurde. Darauf enthalten sind dreizehn überwiegend kurz gehaltene, knackige Songs im gewohnten New York Hardcore Style. Keine Stilbrüche, keine Experimente. Wobei manch einer Madball vorwirft, zunehmend Elemente des Thrash Metals in ihre Musik einfließen zu lassen. Ein Vorwurf den ich nicht bestätigen kann. „Rev Up“ ist ein schneller und stürmischer Hardcorebrecher in Reinkultur. Bei „Lone Wolf“ ist das Tempo eher gedrosselt, dafür gibt es hier Härte und Brutalität in Reinkultur. Der Titelsong „For The Cause“, ist der einzige, der eine Spielzeit von über vier Minuten erreicht und entpuppt sich als echter Ohrwurm. Hier wechselt sich im Refrain ein Chor mit einem einzelnen Sänger ab, was für eine Hook sorgt die sofort hängen bleibt. Gegen Ende schlägt der Klang dann unvermittelt in eine Reggae-Melodie um, eine unerwartete Abwechslung die allerdings durchaus stimmig ist.. Allerdings fällt es schwer überhaupt einzelne Songs hervorzuheben, denn alle dreizehn sind echte Bretter. Hier kommt die Stiltreue ebenso wenig zu kurz wie die Abwechslung, die Härte und alles andere was Madball bisher ausgemacht hat. Man kann sagen „For The Cause“, wird den hohen Erwartungen die im Voraus an dieses Machwerk gestellt wurden definitiv gerecht. Nicht nur für eingefleischte New York Hardcore Fans eine empfehlungwert.

Note: 9 von 10 Punkten
Autor: Chris Föhrenbach


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