LEAVES` EYES - SIGN OF THE DRAGONHEAD


Label:AFM
Jahr:2018
Running Time:101:59
Kategorie: Neuerscheinung
 
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Line-Up Wechsel bestimmen mittlerweile die Musikszene und betreffen immer mehr Bands. Das gleiche gilt für Leaves` Eyes. Die ehemalige Sängerin Liv Kristine hat die Band verlassen, und wurde durch Elina Siirala ersetzt. Um es direkt vorweg zu nehmen, ich mochte Liv sehr gerne, bin aber genauso begeistert von der aparten Elina. Ich traf die schöne Finnin bereits einige Male, und bin jedes Mal aufs Neue von ihrer herzlichen Art angetan. So ganz nebenbei ist sie eine fantastische Sängerin, was natürlich auch den Gesamtsound der Band positiv beeinflusst. Bei „Sign Of The Dragonhead“, hat man eine ganze Schüppe mehr Folk Einflüsse verarbeitet und experimentiert zudem mit mittelalterlichem Instrumentarium wie Nyckelharpa, Fiddles oder Uilleann Pipes und Whistles. Dazu ein abwechslungsreicher Mix aus schnelleren Nummern aber auch sehr gefühlvolle Balladen. Absolute Ohrwurmqualität hat der Song „ Riders Of The Wind“, der sicher auch bei Liveauftritten vom begeisterten Publikum mitgesungen wird. Mein persönlicher Favorit ist allerdings das über achtminütige „Waves Of Euphoria“. Das sind Leaves` Eyes auf dem Höhepunkt, und hier punktet Elinas Stimme auf ganzer Länge. Und auch der mächtige Zeremonienmeister Alex Krull steuert seinen Teil in Form von schweren Growls dazu bei. Ein mehr als geglückter Griff, den Herr Krull mit Frau Siirala da getan hat. Das Mädel hat es wirklich drauf, und versucht vor allem gar nicht erst den ureigenen Stil von Liv Kristine zu kopieren, sondern zelebriert ihre eigene Art. Sicher ist dieses Album kein Fall für jedermann, der eine oder andere mag zu viel Pathos oder Bombast darin sehen. Das gehört aber ja nun mal zum Konzept. Ich für meinen Teil finde sie sehr gelungen, und als Debütplatte für die Neue am Mikro einen Volltreffer. In der Deluxe-Version gibt es noch eine Bonus CD mit allen Stücken in einer Instrumentalfassung. Ob man die braucht muss jeder Käufer für sich entscheiden.

Note: 8 von 10 Punkten
Autor: Pistol Schmidt


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