IN DEMONI - THE GRAND SLAM


Label:ROTTEN CEMETERY
Jahr:2018
Running Time:38:59
Kategorie: Neuerscheinung
 
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Letztes Jahr hatte ich die coole Old School Death Metal-Scheibe Slaughterhouse-Rock” von Everlasting Carnage aus Sachsen-Anhalt an dieser Stelle rezensiert. Diese Band gibt es leider nicht mehr. Aus dem Umfeld stammt aber auch die Magdeburger Death-/Black Metal-Horde In Demoni, die seit ihrer Gründung im Jahr 2013 eine EP und zwei Alben veröffentlicht hat. Hier sind zwölf Tracks enthalten, die niemals an der Vier-Minuten-Grenze kratzen. Alle Songs sind recht kurz. Das macht aber nichts, denn In Demoni verschwenden ihre Zeit nicht mit wirrem Firlefanz, sondern spielen alles genau auf den Punkt. Hier kommt keine Langeweile auf. Hier gibt es Hochgeschwindigkeitsorgien zu bestaunen, die schneller kaum gespielt werden könnten. Irgendwo zwischen Krisiun und Belphegor ist ihre Musik angesiedelt, es gibt es aber auch tonnenschwere Breakdowns im Grindcore-Stil. Etwas verwirrend sind die immer wieder auftauchenden, kurzen Piano-Intermezzi im Opener „Viva La Slam“, die jedoch immer nur so kurz sind, dass sie nicht störend wirken, sondern eher für einen erheiternden Aha-Effekt sorgen, aber auch das sehr kurze Akustik-Intro von „It´s Not How It Sounds Like“. Das Schlagzeug rattert wie ein Maschinengewehr, der tiefe, bis zur Unkenntlichkeit verzerrte Growlgesang kommt aus tiefster Inbrunst. Die Produktion ist fett und druckvoll und knallt ordentlich aus den Boxen. Hier passt alles zusammen. Wer auf Deicide, Rebaelliun, Vital Remains, Hate oder eben Krisiun oder Belphegor steht, für den sind die unbekannten In Demoni sicherlich ein kleiner Kracher!

Note: 8 von 10 Punkten
Autor: Daniel Müller


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