IMPENDING DOOM - THE SIN AND DOOM VOL. II


Label:EONE HEAVY
Jahr:2018
Running Time:35:47
Kategorie: Neuerscheinung
 
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Impending Doom war eine geile Death-/Thrash-/Black Metal-Band aus Thüringen, deren ersten beiden Alben „Caedes Sacriligae“ (1997) und „Signum Of Hate“ (1998) mich seinerzeit voll aus den Socken gehauen hatten. Sie lösten sich jedoch 2003 auf. Bei näherem Hinsehen bleibt hier eine Reunion aus. Mit „Impending Doom“ verbinde ich aber auch die legendäre Mini-LP der amerikanischen Satanic Death Metaller Sadistic Intent aus dem Jahr 1994. Und wieder Fehltritt… Leider! Wer nämlich bei diesen 2005 gegründeten Impending Doom aus Kalifornien durch Songtitel wie „The Wretched And The Godless“, „Burn“, „War Music“, The Serpent´s Tongue“ oder „Devil´s Den“ ebenfalls von blasphemischem Metal ausgeht, ist leider auf dem Holzweg. Sie selbst nennen ihre Musik „Gorship“, Normalsterbliche würden wohl Deathcore dazu sagen, wohl in etwa vergleichen mit gleichgesinnten Bands wie Whitechapel, Carnifexoder Elysia. Die Songs sind gut gespielt, entweder im stampfenden Midtempo mit brachialen Breakdowns oder mit prägnant runtergehobelten Blastbeats. Der tiefe Growlgesang kommt tief aus der Magengrube und klingt richtig wütend. Das getriggerte Schlagzeug stört mich zunächst, doch dieser Eindruck verfliegt schnell. Alle Songs ähneln sich sehr, kommen aber ohne Lückenfüller aus und klingen wie aus einem Guss. Interessanterweise ist „The Sin And Doom Vol. II“ eine Fortsetzung des noch im Gründungsjahr erschienenen ersten Demos „The Sin And Doom Of Godless Man“. Die fünf vorherigen Alben (dieses ist bereits ihr sechstes!) blieben von diesem Konzept scheinbar unberücksichtigt. Abgefahren! Für Deathcore finde ich Impending Doom jedenfalls erschreckend hörbar!

Note: 7 von 10 Punkten
Autor: Daniel Müller


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