AT THE GATES - TO DRINK FROM THE NIGHT ITSELF


Label:CENTURY MEDIA
Jahr:2018
Running Time:44:49
Kategorie: Neuerscheinung
 
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Wie manchen vielleicht bekannt sein sollte, wird Meldodic Death Metal in gewissen Kreisen auch als Göteborg Metal bezeichnet. Warum? Weil dieser Stil ursprünglich aus dem schwedischen Göteborg stammt. So weit ist das schon mal logisch. Um es nun etwas genauer zu spezifizieren, als Begründer dieses Stils wird vor allem die Göteborger Band At The Gates gesehen, deren monumentales Album „Terminal Spirit Disease“, welches als eines der ersten oder zumindest das erste erfolgreiche Melodic Death Album bezeichnet werden kann. Das darauf folgende Werk „Slaugther Of The Soul“, wurde sogar für den schwedischen Grammy nominiert. Umso überraschender kam es, als sich At The Gates im darauf folgenden Jahr, nach einer großen Tour durch die Vereinigten Staaten, mit Größen wie Morbid Angel und Napalm Death, trennten.  2007, also elf Jahre nach der Trennung wurde für das kommende Jahr, noch eine nachträgliche Abschiedstournee angekündigt, an dessen Ende At The Gates eine weitere Zusammenarbeit nur für die nächste Zeit, nicht aber prinzipiell ausschlossen. Tatsächlich fanden sich die Kult-Deather noch einmal zusammen und produzierten zwei weitere Alben. Letzteres trägt den Titel „To Drink From The Night Itself“ und erschien erst diesen April. Textlich ließen sich die Schweden dabei vom Roman „Die Ästhetik Des Widerstands“, vom Deutsch-Schwedischen Schriftsteller Peter Weiss inspirieren, was dem Ganzen eine etwas melancholische Note gibt. Klingen tut es definitiv nach At The Gates, allerdings sind im Sound auch einige Veränderungen wahr zu nehmen. So wurde Insgesamt das Tempo ein wenig rausgenommen, obwohl ein paar der Stücke immer noch gut nach vorne gehen. Auch ruhigere Tracks sind enthalten, so zum Beispiel der Beitrag der das Album beschließt und den klangvollen Namen „The Mirror Black“ trägt. Trotz dieser eher ungewohnten Elemente gingen At The Gates allerdings nicht komplett neue Wege. „To Drink From The Night Itself“ kommt zwar nicht an die oben erwähnten, beinahe legendären Alben aus der Mitte der Neunziger ran, ist allerdings eine durchaus solide Scheibe.

Note: 7 von 10 Punkten
Autor: Chris Föhrenbach


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