TABULA RASA (Staffel 1) - Kreiert von Veerle Baetens und Malin-Sarah Gozin


Label:PANDASTORM
Jahr:2018
Running Time:450:00
Kategorie: Neuerscheinung
 
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„Tabula Rasa“ ist eine von diesen TV-Serien, die man ruhig auf Spielfilmlänge hätte kürzen können. Neun Teile sind immens zu viel, für diese dünne Geschichte. Ähnlich wie die Netflix Serie „Dark“, wird hier über unnötig in die Länge gezogene Folgen eine Spannung aufgebaut, die sich in Luft auflöst und mit jedem weiteren Teil langweiliger wird. Das quält die Nerven. Und da man, wie so oft bei derart Erzählstrukturen, im Prinzip allesamt angelehnt an den Erfolgs-Thriller „Twin Peaks“, keine konkrete Auflösung findet und nur mit Fakten gefüttert wird, bei dem man nicht im Mindesten auf den Täter oder das eigentlichen Geschehen kommt, muss, wie auch in diesem Fall, in der letzten Folge, in den letzten Minuten, das Ganze eigentliche Geschehen am Stück erzählt werden. Alle vorherigen Sequenzen finden nur so Aufschluss. Schade, denn eigentlich war der Plot vielversprechend.

In der belgisch-deutschen Produktion gerät die Charaktere Mie (gespielt von Veerle Baetens selbst), nach einem Autounfall, mit einer Amnesie in die geschlossene Abteilung einer Psychatrie. Ein gewisser Thomas De Geest (Jeroen Perceval) ist verschwunden und wird von Inspektor Jacques Wolkers (Gene Bervoets) gesucht. Es ist sein Sohn wie sich im späteren Verlauf herauskristallisiert und Mie soll ihn zuletzt gesehen haben. Man kann die Situation drehen wie man will, ob Mie nun Verdächtige oder Zeugin ist, sie bleibt der Schlüssel zu allem was passiert ist. Bis zum Auffinden von Thomas oder dem Zurückgewinn ihres Gedächtnis, muss sie ihr Dasein in der Klinik fristen. Dort freundet sie sich mit dem Pyromanen und Insassen Peter Van Den Begin (Vronsky) an. Der ist allerdings ebenso als Spitzel für die Polizei tätig. Ständige Flashbacks zu der zeit vor dem Verschwinden, dem eigentlichen Familienleben mit Mann Benoit (Stijn Van Opstal) und Tochter Romy (Cécile Enthoven), die eigentlich im Crash gestorben ist, was von Mie jedoch verdrängt wird, steigern sich in einer Geschichte von Ehebruch, Verrat, Rache und komplexer Familien-Happenings.

Natürlich kehrt die Erinnerung in kleinen Facetten wieder. Mie selbst unterstützt sich selbst dabei mit Post-It zetteln und einem umfangreichen Tagebuch. Allerdings bleiben kleinere Handlungen unverständlich und zum Schluss auch sinnlos.  

Note: 5 von 10 Punkten
Autor: Steve Burdelak


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