MALIGNO - SAME


Label:HEADBANGERS
Jahr:2017
Running Time:35:53
Kategorie: Neuerscheinung
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Das ist mal exotisch: Drei Leute, die eigentlich aus Italien und Paraguay stammen, leben nun in Nürnberg und entschlossen sich 2015 dazu, eine rumplige Horde zu gründen, die Black-, Death- und Thrash Metal verbindet. Noch im Gründungsjahr gab es ein erstes Demo, „First Demonic Manifestation”, mit zwei Tracks: „Iconoclast” und  „Golgatha´s Agony (The Death Of Christ)”. Nun gibt es das erste Album der Band, welches die beiden Demotracks und fünf neue Songs enthält. Und hier geht es richtig ab! Die drei Irren walzen alles nieder, was sich ihnen in den Weg stellt. Wild und ungestüm, roh und ungeschliffen, mit untightem Schlagzeug, stümperhaften Soli (was aber nicht schlimm, sondern sogar sehr passend ist!) und diversen Rückkopplungen, was das Flair einer Proberaum-Aufnahme hat, sowie völlig abgefucktem, mit viel Hall unterlegtem Gesang, erinnern sie an alte Kult-Bands wie ganz frühe Bathory, Blasphemy, Beherit, Profanatica, Nifelheim, Abigail und die japanischen Sabbat. Und letzterer Einfluss scheint kein Zufall zu sein, handelt es sich bei „Satan Bless You” doch um einen Coversong des 1991 erschienenen Debüts „Envenom“ der kultigen Japaner. Die dünne Produktion passt  da wie die Faust aufs Auge, sorgt aber auch dafür, dass ich die CD dem Vinyl in diesem Fall ganz klar vorziehe. Übrigens sieht das silberne, völlig unleserliche Logo auf dem schwarzen Hintergrund des Artworks auch völlig irre aus! Maligno gehören zu der Spezies Retro Metal, die ich richtig geil finde, weil sie einfach Bock macht!     

Note: 8.5 von 10 Punkten
Autor: Daniel Müller


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