SINGULARITY - Film von Robert Kouba


Label:EURO VIDEO MEDIEN GMBH
Jahr:2018
Running Time:89:00
Kategorie: Neuerscheinung
 
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Rege ich mich manchmal über die vielen Filme mit unnötiger Überlänge auf? Ja sicher. Und obschon nur knapp unter neunzig Minuten Spielzeit, nervte „Singularity“ bereits nach der Hälfte der Story, die rechtsdrehende Milchsäure aus dem Joghurt. Und was macht den Film so unausstehlich? Ganz einfach. Zum einen wäre da der unglaubwürdige Hauptdarsteller Julian Schaffner als Mensch-Maschine Andrew Davis, der dummerweise eine Reinkarnation vom Karate Kid Darsteller Ralph Macchio und seinen kindlichen Grimassen ist. Der großartige John Cusack („Being John Malkovich“, „City Hall“) bekleckert sich ebenso wenig mit Ruhm, inklusive seiner unspannenden und trägen Rolle, als Mastermind Elias VanDorne, der den omnipotenten Computer Kronos erfunden hat, um die Probleme der menschlichen Rasse zu regeln. Der löscht die Menschheit einfach aus. Siebenundneunzig Jahre später haben nur einen Handvoll Personen überlebt. Und nun beginnt das eigentliche Desaster des sperrigen Streifens, dessen Szenen mit Mister Cusack erst Jahre später hinzugefügt worden sind. Das ist stets zu sehen, zudem der gute Mann immer nur mit einem Schauspieler, seinem Sidekick und Bruder Damien Walsh (gespielt von Carmen Argenziano) zu sehen ist. Und der nicht zusammenpassende Nachname, ist nur einer der vielen Widersprüchlichkeiten, die am laufenden Band zu erfassen sind.

Als Andrew Jahrzehnte später erwacht, hält er sich selbst für einen Menschen, anstatt eines lernfähigen Androiden. Er trifft auf Calia (Jeannine Wacker) und macht sich mir ihr auf der Suche nach Aurora, dem imaginären Zufluchtsort der letzten Überlebenden, nur um festzustellen, das es sich um Robot-City handelt. Alles inszeniert von Herrn VanDorne. Der Film ist voller Klischees: anfänglich befindet man sich in der frühen Zukunft, wo alles noch so eingerichtet ist wie zu Omas Zeiten aber in der dystopischen Zukunft läuft Carla, passend zur aktuellen Zeit mit einem Fantasy-Flitzebogen rum. Kein Wunder, dass die anscheinend für den Regisseur. wichtigen Szenen allesamt geklaut wirken. Jede Menge „Krieg Der Welten“, etwas „Terminator“ und vielleicht noch „Avatar“. Nur alles im Billig-Format, denn meistens sind die beiden jungen Hauptdarsteller damit beschäftigt, verängstigt durch den tschechischen Wald (Drehort) zu laufen. Boah, echt ey…

Note: 2 von 10 Punkten
Autor: Steve Burdelak


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