VIRON - FERRUM GRAVIS


Label:METAL HEAVEN
Jahr:2008
Running Time:57:17
Kategorie: Neuerscheinung
 
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Nach ihrem tollen Debüterfolg mit „NWOGHM“ und ihrem Wechsel zum Metal Heaven Label legt die deutsche Formation Viron mit „Ferrum Gravis“ ihr zweites Album nach. Der aus dem lateinischen übersetzte Albumname „schweres Eisen“ lässt ja schon mal auf Einiges hoffen. Und los geht es direkt mit dem schnellen Opener „Liberator“, der von seinem thrashigen Riffing stark an Metallica zu ihren „… And Justice For All“ - Zeiten erinnert. „On The Run“ ist ehr im Midtempo Bereich angesiedelt, ein klassischer Power Metal Song mit einem melodischen Refrain versehen. Mit „The Isle Of Man“ nehmen die Fünf dann wieder kompromisslos an Tempo auf. Sänger Alexx Stahl besticht durch seinen vielseitigen Gesang, der Song lässt von seiner Machart Erinnerungen an deutsche Bands aus den 80ern aufkommen. Auch eine klassische Ballade darf natürlich nicht fehlen, die sie aber meines Erachtens in dieser Form besser hätten lassen sollen. „War“ erinnert doch zu sehr von seiner Machart her an Blind Guardian und daran gemessen kommen Viron leider noch nicht mit. Dafür prügeln sie im nachfolgenden „Beyond The Gates“ und „Metal Ball“ wieder in klassisch thrashiger Manier los, was der Band deutlich besser zu Gesicht steht. Die nachfolgenden „Playground For Billions“ und „Led Astray“ fallen dann etwas ab und plätschern ein wenig vor sich hin, sind vielleicht etwas zu lang geraten um den Hörer wirklich zu fesseln. Dann aber zeigen Viron mit dem epischen „Sniper“ noch mal was sie drauf haben. Mit fast zwölf Minuten ist auch dieser Song wieder extrem lang, jedoch durch häufige Tempiwechsel, variablen Gesang und melodische Gitarrenarbeit mit high speed Soli bietet er viel Abwechslung. Unterm Strich ist „Ferrum Gravis“ ein zeitloses Metalalbum geworden was durch seine Vielseitigkeit und Dynamik von den vielzähligen anderen Veröffentlichungen hervorsticht. Zudem hat man mit Sänger Alexx Stahl ein Shouter am Start der einen einzigartigen Widererkennungswert hat und auch hohe Screams hervorragend meistert.

Note: 7 von 10 Punkten
Autor: Holger Fey


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