SIMPEL - Film von Markus Goller


Label:UNIVERSUM
Jahr:2018
Running Time:113:00
Kategorie: Neuerscheinung
 
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Danke Herr Goller, für einen der bislang schönsten Filme im Jahr 2018! Einer meiner neuen, deutschen Lieblingsschauspieler, Frederick Lau, hat hier die Rolle des Ben bekommen. Er spielt den Bruder des geistig behinderten Barnabas (David Kross). Sie waren schon immer ein Gespann, wobei Ben die Bruder, Vater und Freundesrolle übernommen hat. Natürlich kam der aufopfernde Ben immer zu kurz. Insbesondere in Sachen Liebe. Beide leben mit ihrer Mutter am Meer, wo Barnabas, aufgrund seines Zustandes, zärtlich „Simpel“ genannt wird. Klar, ist es nicht leicht, ihn in der Obhut zu haben aber Ben betrachtet es als Lebensaufgabe. Insbesondere als die Mutter stirbt und Simpel in ein betreutes Pflegeheim kommen soll. Der Vater der beiden Jungs (Devid Striesow) ist nicht, wie vorher von der Mutter behauptet tot, sondern unterzeichnet für Simpel´s Einweisung die Papiere. Ben der sich mit der Situation nicht abfinden kann, bricht mit Simpel aus und eine rasante und ereignisreiche Flucht beginnt, auf der Suche zum Vater, der Liebe und der Hoffnung. Hierbei lernen die Brüder die Medizinstudentin Aria (Emilia Schüle) und ihren Kollegen Enzo (Axel Stein) kenne, die beiden zur Seite stehen. Sicherlich ist Manches vorhersehbar und Einiges leicht über den Tellerrand gezogen aber das macht den Movie nur noch liebenswürdiger. Alle genannten Schauspieler sind absolut top in ihrer Performance aber was Herr Kross überzeugend hinlegt ist berauschend, atemberaubend und endlos emotional. „Simpel“ ist nach einem Buch der Autorin Marie-Aude Murail adaptiert worden und ich kann nur hoffen, dass dieser Film den Buchverkauf in die Höhe treibt. Verdienterweise. Entstanden ist eine Tragikomödie, bei der man sich weder für seine Lacher, noch seine Tränen schämen muss.

Note: 10 von 10 Punkten
Autor: Steve Burdelak


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