DON AIREY - ONE OF A KIND


Label:EAR
Jahr:2018
Running Time:70:06
Kategorie: Neuerscheinung
 
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Wer hätte gedacht, das Mal ein Keyboarder, eins meiner Lieblingsalben fertigstellt. Und dann noch so ein alter Hase wie Don Airey, der auch noch bei Deep Purple spielt, einer Band der ich nur selten etwas abgewinnen konnte. Dabei klingt „One Of A Kind“, tatsächlich so als wenn seine Stammband eine der fettesten Breitseiten an frischen Wind abbekommen hat, die nur möglich ist. Abgesehen von den packenden und absolut melodischen Kompositionen, voller bluesigem 70er und 80er-Jahre Rock, sticht die Voice von Fronter Carl Sentance (Perisan Risk) hervor, der seit Jahren stimmlich Nazareth veredelt. Er hatte den Job schon einmal übernommen, mit dem Don Airey Solowerk „A Light In The Sky“. Es ist noch nicht der Opener „Respect“, mit dem strengen Rhythmus, der das Feuer entfacht aber danach geht es mit „All Out Of Line“ und seinem stampfenden Beat, in die Vollen. „One Of A Kind“, mit seinem einprägsamen Refrain, kann man getrost als Arena-Rock-Killer und Chartbreaker bezeichnen. Mit „Everytime I See Your Face“, gelingt der Truppe eine ungewöhnlich überragende Ballade, mit kleinen Schritten weg vom konventionellen Love-Song Gesangslinien. Sehr beeindruckend. Aber es ist der Hammer-Track „Victim Of Pain“, der mir den Verstand raubt. Mega-Riff, coole Metal-Vocals à la Tony Moore (ex-Riot), ein filigranes Solo, von Simon McBride (Snakecharmer) und das gelungene Kashmir-Flair. Mit „Running Free“ reiht sich gleich der nächste Mid-Tempo Klassiker ein. „Lost Boys“ scheint wie eine Huldigung an Deep Purple mit Sahneschnittengesang und „Need You So Sad“ bezeugt wieder die sanfte Seite der Mannschaft, die mit Drummer Jon Finnigan (Renattajane) und Basser Laurence Cottle (spielte bereits mit Black Sabbath und Gary Moore), perfekt ergänzt wird. „Remember To Call“, das wirklich gelungene Instrumental-Stück, verdient ebenso eine Extra-Erwähnung. Sehr einfühlsam und berauschend. Übrigens bekommt man beim jetzigen Kauf des Digipacks im Gatefold-Cover, eine Bonus-CD mit vier Cover-Songs, aufgenommen in der Fabrik zu Hamburg, im Jahr 2017. Wer hier nicht klarkommt ist selber schuld! Das verdammt beste Album in diesem Monat.

Note: 10 von 10 Punkten
Autor: Steve Burdelak


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