DIRTY THRILLS - HEAVY LIVING


Label:FRONTIERS
Jahr:2017
Running Time:46:38
Kategorie: Neuerscheinung
 
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Dirty Thrills sind eine neue und aufregende Rock Band aus London, die mit "Heavy Living", im September letzten Jahres, ihr Debüt vorlegten. Die vier Jungs stammen werden Skid Row, auf ihrer kommenden Europatour supporten. Kopf und Sänger der Briten ist Louis James, der Sohn vom ex-Moody Blues Sänger Nicky James. Im Gegensatz zu eher sanfteren, blues-rockigen Wurzeln, wird bei Dirty Thrills allerdings merklich mehr auf die Tube gedrückt. Mit klasse Riffern und ordentlich Groove legt "I´ll Be With You" richtig rockig los. Zügig nehmen die Jungs dann an Fahrt raus und platzieren ganz clever weichere, an sanfte Whitesnake angelehnte Momente. Und selbst der Shouter erinnert in seinem Blues an David Coverdale. Bei "Go Slow" klingen die knackigen Licks und fetzigen Gitarren mehr nach Led Zeppelin. Richtig gut kommt hier die Mundharmonika in den eingestreuten Breaks. Temporeich und dazu richtig smashig geht "Law Man" ab. Stimmlich bleiben wir bei Herrn Coverdale, gehen nun aber in die "Burn"-Zeiten von Deep Purple zurück. Im Midtempo ist das bluesige aber mit durchaus härteren Klampfen gespickte "Hanging Around" angesiedelt. Die Ballade "Lonely Soul" wird hoch emotional vorgetragen und strotzt nur so vor schwarzem Blues. Mit "No Resolve" folgt mit dem siebten Titel die Singleauskopplung . Eine sehr catchige und folglich richtig gut gewählte Nummer mit tollem Groove, gutem Refrain und klasse Workout an der Leadgitarre. Mit leicht orientalischen Anschlag wartet "Interlude" auf, welches in das großartige, weil atmosphärisch dichte und dazu recht stonerlastige  "The Brave" überleitet. Bei "Rabbit Hole", erinnernd an ganz junge Deep Purple, ziehen uns die frühen 70er-Jahre in den Bann. Eher zurückhaltend beginnt "Drunk Words". Danach lebt der Blues und fährt mit seinem ursprünglichen Groove in Mark und Bein. Eine ganze starke Nummer und für mich sicher ein Highlight des bislang durchweg überzeugenden Albums, welches mit der richtig fetzigen Rock ´n´ Roll - Nummer "Get Loose" noch einen darauf setzen kann. Dirty Thrills zaubern hier feinsten Retro- / Vintage-Rock und erinnern dabei an die großen Meister, ohne selbige jedoch zu kopieren und kreieren so ihren eigenen Stil. Klasse gemacht.

Note: 9 von 10 Punkten
Autor: Andreas Gey


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