STORMWOLF - HOWLING WRATH


Label:7HARD
Jahr:2018
Running Time:56:28
Kategorie: Neuerscheinung
 
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Stormwolf sind Italiener, gründeten sich im Dezember 2014, legten in 2015 mit "Swordwind" ein selbstproduziertes Demo vor und debütieren nun mit der knapp einstündigen Longrille, "Howling Wrath", mit insgesamt elf Tracks. Das blau gehaltene Artwork mit dem weißen, gespensterartigen Wolf und der in auffallenden gelben Lettern gehaltene Bandnamen und Albumtitel, suggerieren zunächst einen ganz typischen Vertreter des Melodic Power Metal. Bei dem stürmischen Quintett agiert mit Elena Ventura, jedoch eine Sängerin und auch die Schießbude ist mit Tizina Cotella in weiblicher Hand. Gründer, Bandkopf, Komponist und Gitarrist ist Francesco Natale. Hören wir mal in das Machwerk rein. Nach bedrohlichen Windgeräuschen, erklingen hoch melodiöse Gitarren und wir vernehmen bei "The Phoenix", die sich sehr klar artikulierende Sängerin mit heller, metallischer Stimme, die vom Fleck weg richtig Druck macht und ihre Stimme auch hält. Genretechnisch bewegen wir uns im typischen Heavy Metal der 80er-Jahre, mit kackigen Riffern. Stakkatoartige, hämmernde Klampfen, die auch mal ziemlich Maiden-lastig klingen können, begegnen uns auf "Winter Of The Wolf". Nichts Neues an der Front bei "Marathon", mit tausendfach gehörten Licks und scheppernden Drums. Saxon fällt mir da zum Beispiel ein. Mit dem sehr ursprünglich gerockten "Fear Of The Past", geht es nochmal ein paar Jahre in die beginnenden 80er zurück und ganz allmählich fangen die immer gleich tönende Sängerin und die x-fach konsumierten Rhythmen und Arrangements zu langweilen.

Also weiter gezappt zum raschen "Swordwind", welches zumindest an der Nackenbrecherfront, für ein breites Grinsen sorgt. Bei "Lightcrusher", erinnern die Sechsaiter sehr an Judas Priest. Na dann hätten wir ja mit Saxon, Iron Maiden und Judas Priest, die drei großen Vertreter der britischen Metaloffenbarung zusammen. Nach dem instrumentalen "Thasaidon", mit langsamer Eröffnung und nachfolgend druckvollen, allerdings ziemlich dünn abgemischten Gitarren von Smith/Murray (Iron Maiden), oh sorry, meine natürlich Passarelli/Natale, folgt mit dem rauen und etwas thrashlastigem "Soulblighter" das letzte Eigengewächs. Die achte Nummer ist mit "All We Are", ein wenig überzeugendes Doro Pesch-Cover-Stück, obwohl man zugeben muss, dass Elena hier unser Metalqueen sehr ähnlich klingt aber natürlich jegliche Durchschlagskraft vermissen lässt. Wie kann man es nur wagen unsere Doro zu kopieren? So was kann doch nur in die Buchse gehen. Etwas besser dann "One False Move", im Original von Lizzy Borden. Hier und nur hier, lässt die Italienerin auch mal ein paar bluesige Krächzer und ein bisschen Soul raus, die ihr viel besser zu Gesicht stehen. Zum Schluss nochmal Lizzy Borden, mit "Me Against The World" und wenn die Twin-Gitarren im hinteren Drittel das einzige Ausrufezeichen dieses Rauswerfers darstellen, braucht man eigentlich nicht mehr viel hinzu zu fügen. Langweilig, altbacken und substanzlos.

Note: 4 von 10 Punkten
Autor: Andreas Gey


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