LIZZARD - SHIFT


Label:METALVILLE
Jahr:2018
Running Time:43:42
Kategorie: Neuerscheinung
 
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Mit "Shift" hat das französisch-britische Trio, seinen dritten Output am Start. Lizzard gründeten sich 2006 und trumpfen mit einer weiblichen Schlagzeugerin namens Kathy Elwell auf. Im Weiteren sind Mathieu Ricou (Guitar, Vocals) und  William Knox (Bass, Vocals) zu nennen. Seit dem letzten Album "Majestic", haben sich die drei insbesondere unter Proggern und Artrockern einen richtig guten Namen erspielt. Die im Februar dieses Jahres veröffentliche Platte wartet mit neun Rocksongs und einer Spieldauer von einer knappen dreiviertel Stunde auf. Nach dem etwas mehr als einminütigem Intro "Seed", mit vorwiegend ambienten Gitarren rauscht "Singularity", mit heftigen Riffern richtig los. Immer wieder werden sanftere Passagen in die stakkatoartigen Arrangements eingestreut, ehe nach rund drei Minuten ein richtiges Break, mit sphärischen Klängen folgt. Pink Floyd lassen grüßen. Hämmernd, abgehackt mit recht sanften Vocals im Britrock folgt "Gemini". Und wieder wird es nach einer kurzen Härtephase sehr sanft, ja warm. Richtig balladesk mit poppigen Elementen gibt sich das ansonsten eher unauffällige "Bloom". Es schippert halt so daher in ruhigem Wellengang. Der Titeltrack ist eine ausuferndes, instrumentales Experiment mit tollen Gitarren. Derbere Klampfen, zahlreiche Bassläufe und viel Getrommel prägen das raue "Minded". Mit futuristischen Klängen und Percussions eröffnet "Leaving The Dream", ehe harte, durchdringende Klampfen durchaus aggressive Züge zeigen. Ruhig, melodiös und verträumt erklingt "Open View", das im Gesang viel von Sting, dem ehemaligen Kopf von The Police, hat. Auch der Rausschmeißer "Passing By", der Titel deutet es schon an, geht ganz unaufgeregt und seufzend seiner Wege. Für Progger und Freunde des alternativen Rock könnte "Shift" eine Offenbarung sein. Ich bin kein Fan von verfrickelten Gitarrenspielereien, wobei sich Lizzard hier arg zurücknehmen und eher die Floyd´sche Schiene fahren, gleichwohl mir hier auch zu viel die Schmuseschiene rausgepackt wird. Bei versucht objektiver Betrachtung ist aber eine Bewertung im oberen Segment durchaus gerechtfertigt.

Note: 7 von 10 Punkten
Autor: Andreas Gey


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