PUNGENT STENCH - AMPEAUTY


Label:DISSONANCE
Jahr:2018/2004
Running Time:57:28
Kategorie: Re-Release
 
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Die Österreicher Pungent Stench kenne ich seit den frühen Neunzigern, als ich anfing, mich für Death Metal zu interessieren. Dieses Album, ihr fünftes, ist aber völlig an mir vorbeigegangen; genauso wie das vorhergegangene, 2001 erschienene „Masters Of Moral – Servants Of Sin“, welches übrigens als einziges Pungent Stench-Album nicht mit einer Wiederveröffentlichung von Dissonance Records gewürdigt wurde. „Dirty Rhymes And Psychotronic Beats“ und „´Club Mondo Bizarre – For Members Only“ hatten mir damals nicht mehr gefallen. Somit hatte ich die Band im Laufe der Jahre völlig aus den Augen verloren. Die Musik wurde uninteressant. Der Gasmaskenfetisch der Band ist über die Jahre geblieben. Und die Musik? Der Opener „Lynndie (She-Wolf Of Abu Ghraib)“ beginnt mit Industrial-Geräuschen und einem psychedelischen Intro, aber dann folgt endlich die Rückbesinnung zum alten Pungent Stench-Sound mit doomigen Riffs, einigen Taktwechseln und dem gewohnt fiesen Organvon Martin Schirenc, der sich zwischenzeitlich auch Don Cochino nannte. Hier schafften es die Österreicher, alle musikalisch eingeschlagenen Wege der Vergangenheit zu einem homogenen, in sich schlüssigen Album zu vereinen. Ob schnell, rockig oder doomig, ob eingängig oder vertrackt: Hier hat alles seinen Platz. Die doomigen Riffs mit dem krassen Gesang erinnern immer noch an Autopsy, die rockigen Elemente immer noch an spätere Cathedral. Aber unterm Strich hatten Pungent Stench immer noch ihren ureigenen Sound, der sich nur sehr schwierig in Schubladen stecken lässt. Tatsächlich war dieses vergessene Album der Ösis wieder sehr gut. Schön, dass es wieder erhältlich ist, wenn auch dieses Mal gänzlich ohne jegliches Bonusmaterial.

Note: 7.5 von 10 Punkten
Autor: Daniel Müller


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