PSYCHEDELIC WITCHCRAFT - MAGICK RITES AND SPELLS


Label:SOULSELLER
Jahr:2017
Running Time:39:02
Kategorie: Neuerscheinung
 
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Von Psychedelic Witchcraft liegt bei Crossfire bereits mein Review zur dritten Scheibe "Sound Of The Wind", vom November 2017 vor. "Magick Rites And Spells" haben die in 2015 gegründeten Italiener, um die Sängerin Virgina Monti bereits im Januar 2017 veröffentlicht und es handelt sich dabei, nach der EP "Black Magic Man" und dem Debüt "The Vision" von 2016, um die zweite Longrille, was im Zusatz "Psychedelic Witchcraft Volume II" auch überdeutlich gemacht wird. Ganz viel Neues ist allerdings auf der Scheibe nicht zu erwarten. Es handelt sich ehe rum eine Ansammlung von Covern, Re-Recordings zuzüglich den vier Tracks, die bereits auf der EP "Black Magic Man" erschienen sind. Als wirklich neuer Track eröffnet "Come A Little Closer" mit warmem, blueslastigem Doom das Sammelsurium. Ich mag die Stimme von Virginia, obwohl sie hinter Größen, wie einer Elin Larsson von Blues Pills oder einer Jennie-Ann-Smith von Avatarium doch zurück bleibt. Als nächstes versucht man sich am Blue Öyster Cult-Cover "Godzilla", welches, im Garagensound mit einigen Spielereinen aufgenommen, eher ziemlich dünn ausfällt. Etwas flotter und mit guten Saiten kommt dann "Set Me Free", ein Re-Recording rüber. Die Sängerin krächzt bei der sehr Black Sabbath-lastigen Nummer ganz gut. Auch "Wicked Dream" mit eröffnendem Sprachgesang stellt eine Neuaufnahme dar und bietet einen langsamen, recht ursprünglichen Doom mit hellen Schellen und ganz simplen Riffs. "The Dark Lord" wurde im Original performt von Sam Gopal und Lemmy Kilmister von Motörhead und erschien im Original bereits 1969. Mit vielen anderen Mitteln im Studio als damals scheint auch diese Nummer nicht aufgenommen worden zu sein. Echter Spirit bleibt hier Fehlanzeige. Es folgen "Angela", "Lying On Iron", "Black Magic Man" und "Slave Of The Grief", die allesamt von der EP stammen. Sollte selbige wieder aufgelegt werden, werde ich meiner Pflicht nachgekommen und selbige gebührend rezensieren. Hört man in das dunkle "Angela" rein, das vom Fleck weg überzeugen kann und weit besser als das Coverzeugs kommt, dann muss man sich die EP einfach zulegen oder eben auf "Magick Rites And Spells" zurückgreifen. Zur Einführung tut es die Scheibe aber in jedem Fall und auch das sanfte "Lying On Iron", wenn man denn weiter hört, macht Lust auf viel mehr und beweist, wie schon auf der dritten Scheibe angemerkt, dass es die Südländer richtig drauf haben, wenn sie denn nur wollen. So bleibt die Mixtur wiederum nur im Mittelmaß stecken.

Note: 6.5 von 10 Punkten
Autor: Andreas Gey


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