CREMATORY - OBLIVION


Label:STEAMHAMMER / SPV
Jahr:2018
Running Time:53:42
Kategorie: Neuerscheinung
 
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Freitag der 13. April ist ein ganz besonderes Datum für ein cooles CD Realease und zwar nicht irgendeines, sondern ein langersehntes. Hierbei handelt es sich um Crematory’s neustes, mittlerweile vierzehntes Studioalbum “Oblivion“. Bandbesetzungen haben sich auch hier mit den Gezeiten geändert. Das aktuelle Members Update steht mit Felix Stass (Gesang), Rolf Munkes (Gitarre), Tosse Basler (Gitarre), Jason Mathias (Bass), Markus Jüllich (Schlagzeug) und Katrin Jüllich (Keyboard). Und diese Kombination bringt frischen Wind in eine verstaubte Musikszene. Eigenständiges Musikarrangement mit ausgefeilten Soundspielereien und einer zusammengewachsenen Bandbesetzung hier wird hier eine erfrischende Soundqualität abgeliefert. Die Mischung aus Gothic Metal und Crossover Files, geben dem  Paket die richtige Note. Packen wir das Ganze auseinander, haben wir eine tolle Vielfalt in verschiedenen Editionen. Für Euch, werte Hörer und Leser, durfte ich vorab, in aller Ruhe die dreizehn brandheißen Tracks durchhören und meine Meinung dazu kundgeben. Mit “Expectation“, läuft ein episches Intro an und Crematory heißt die Lauscher willkommen. Dunkeldüster erklingt der erste starke Song “Saltvation“. Abwechslungsreiche Gesangparts von Tosse und Felix, gestalten diesen Opener zu einer wahren epischen Hymne und entfachen ein wahres Feuerwerk der Begeisterung. Dieser Song erschien vorab als Musikvideo und Drehort war kein geringerer als das Bruchsaler Schloss. Ein guter Grundstein für einen vorausschaubaren Erfolg ist also gelegt. Crematory’s Sound ist noch ausgereifter als in den Jahren davor und die erfrischende Note gab es auch durch Zusammenarbeit mit diversen Künstlern, unter anderem mit Dirk Riegener. Das spürt man spätestens beim nächsten Stück des Albums “Ghost Of The Past“, dynamisch in Szene gesetzt durch coole Keyboardspielereien und kraftvolles Schlagzeug, mit abwechslungsreichen Gitarrensounds unterstützt. Düstermetal zum abheben und Wachputzer für die Gehörgänge, stehen hoch im Kurs.

Ungebrochen bleibt das Gefühl, das sich ein zauberhafter Ohrwurm nach dem anderen nahtlos aneinander reiht. “Until The Dawn“ gehört mit Sicherheit dazu. Meine Sinne lassen mich nicht im Stich und werden gegenüber “Revenge Is Mine“ absolut gerecht. Dieses Stück klingt ein wenig wie einfühlsame halbepische Metallballade, bestechend durch eher seichte Melodik. Wundervolle Momente erlebe ich mit “Wrong Side“. Wie kreativ kann man sein, um solche Songs zu erschaffen und soviel Herzblut dabei reinzulegen. Für die ruhigen Zeiten hebt sich “Stay With Me“ vom Musikgipfel empor und verschafft eine kleine Ruhepause vor dem Sturm des bannbrechendes Schaffens. “For All Of Us“ erinnert mich  an glorreiche Momente vergangener Zeiten. Mein Herz brennt, mein Körper bebt und ich lasse im wahrsten Sinne des Wortes, meine langen Haaren fliegen. Es ist lange her, dass mich etwas so begeisternd mitgerissen hat. Viele elektronische Sound-Elemente findet man bei “Immortal“ und “Oblivion“ wieder. Herausragend die immer wieder klingende wundervolle Gitarrenhookline und diese eingängigen Musikphrasen. Ein Grund mehr, warum Crematory Songs so einprägsam erscheinen und doch nie langweilig werden. Alles echt stilvoll harmonisch und unbeschwert. “Cemetery Stillness“ und  “Blessed“, sind weitere Meilensteine auf dem Albumplayer “Oblivion“. In Richtung Zielgeraden brettern die Gitarren nochmal richtig durch und Felix raubeinige Stimme kommt nochmal richtig gut zur Geltung. Weniger ist mehr und statt Masse aneinander gereihter Songs, gibt’s hochwertige Musik. Deshalb solltet ihr auch weiterhin Crematory unterstützen, indem ihr echte handfeste CDs kauft und euch cooles Merchandise der Band gönnt. Vielleicht statt öder TV Glotze ein Konzert besucht, statt schnöden Mainstream zu lauschen. Denn mit Fans und Freaks da draussen kann eine Band wie Crematory ihr Weiterkommen sichern und bodenständiges Material liefern. Also seid unberührt von allen herumgeisternden  Gerüchten und macht euch eine eigene Meinung von der neuen Scheibe.

Note: 9 von 10 Punkten
Autor: Britta Rönsch


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