PUNGENT STENCH - BEEN CAUGHT BUTTERING


Label:DISSONANCE
Jahr:2018/1991
Running Time:78:23
Kategorie: Re-Release
 
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Zwei sich innig küssende abgetrennte Köpfe auf dem Cover des zweiten Albums „Been Caught Buttering“ landeten damals auf dem Index und sorgten für großes Aufsehen. Alle redeten über die Österreicher Pungent Stench. Death Metal war zu der Zeit noch lange nicht so salonfähig wie heute. Aber in puncto Geschmacklosigkeit legten die Ösis noch eine Schüppe drauf. Den Opener „Shrunken And Mummified Bitch“ kannte ich schon vom „Ich Zahl´ Nicht Mehr – Metal Vol. 2“-Sampler von SPV Records. Schon hier ist eine deutliche Steigerung zum Debüt-Album „For God Your Soul… For Me Your Flesh“ zu spüren. Der technische Anspruch war höher, die Musik sperriger und komplexer. Dennoch wichen Pungent Stench dennoch nicht so richtig von ihrem Weg ab. Sie klangen immer noch holprig und dreckig, die Soli wurden vordergründiger, aber noch nicht unbedingt virtuoser. Besonders geil finde ich, wie sich die zahlreichen Taktwechsel in die Musik verflochten, ohne den Spielfluss und die Gemeinheit ihres ureigenen Sounds zu zerstören. Der dumpfe, eigenwillige Gitarrensound war immer noch das Markenzeichen. Der röchelnde Gesang klingt richtig hasserfüllt und fies. Ein bisschen erinnert er mich an Chris Reifert von Autopsy. Der doomige Mittelteil von „Happy Re-Birth“ erinnert obskurerweise an Black Sabbath oder auch Type 0 Negative, obwohl der Track ansonsten eher punkig runtergerotzt wird. Pungent Stench wurden variabler, klangen aber immer noch krank und kaputt. Ihr Sound  war immer sehr eigen, sollte aber Fans von Blood, Disastrous Murmur oder eben Autopsy gefallen. Schön, dass dieses Album jetzt endlich wieder erhältlich ist; sogar mit dem kontroversen Original-Artwork! 

Note: 8.5 von 10 Punkten
Autor: Daniel Müller


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