BREED OF BACCHUS - OCULUS


Label:SELBSTVERTRIEB
Jahr:2018
Running Time:30:56
Kategorie: Eigenproduktion
 
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Breed Of Bacchus aus Castrop-Rauxel, sind bei uns schon mit dem ersten Album „Liberalia“, rezensiert worden. Das ist jetzt schon unglaubliche sieben Jahre her. Seitdem sind sie bis jetzt ohne weitere Veröffentlichung geblieben. Dennoch kommt das aktuelle Zweitwerk „Oculus“, mit dreizehn Songs, nur auf gerademal eine halbe Stunde Spielzeit. Ihr Sänger Castor Fiber war früher bei Flatus B, mit denen ich mir sogar vor Jahren mal mit meiner ex-Band die Bühne geteilt habe. Aber das ist eine andere Geschichte. Ich weiß aber noch, dass mich Flatus B musikalisch etwas an The Exploited erinnert haben. Teilweise hört man das auch noch bei BreedOf Bacchus, wobei die obskure Mischung aus Death Metal, Grindcore, Thrash Metal und Punk noch um einiges heftiger ist. Hier gibt es präzises Grindcore-Geballer, einige Taktwechsel und vor allem eine Menge Spaß. Napalm Death, Slayer, Die Apokalyptischen Reiter, Disaster KFW und auch die bereits erwähnten The Exploited sind gut als Einflüsse herauszuhören, aber Breed Of Bacchus vermischen alles zu einem eigenwilligen Stil. Die witzigen Texte variieren dabei zwischen Englisch und Deutsch und haben – bei einer großen Portion Humor – auch immer eine ernste Kernaussage. Die Produktion ist sauber und druckvoll und knallt wie Sau. Übermäßig modern sind sie dabei nicht. Alle Instrumente und spielerischen Finessen sind klar rauszuhören.Dieses Album, welche als Digipack-CD erscheint, macht gehörig Spaß und kommt einem durch seine Intensität länger als eine halbe Stunde vor. Das macht aber nichts, den „Oculus“ funktioniert ohne Lückenfüller und klingt wie aus einem Guss. Sehr geil!

Note: 8.5 von 10 Punkten
Autor: Daniel Müller


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