HEADCHARGER - HEXAGRAM


Label:VERYCORDS
Jahr:2017
Running Time:43:46
Kategorie: Neuerscheinung
 
zurück  |  vor

Headcharger stammen aus Caen in Frankreich und gründeten sich 2004. Ihr Stil kann den gängigen Beschreibungen und Einstufungen nach, als Mix aus Metalcore, traditionellem Heavy Metal und Stoner Rock bezeichnet werden. Die Longrille "Hexagram", released Ende März 2017, ist bereits ihr sechster Output. "Coming Back To Life", steigt mit heftigen Gitarren ein und Sänger Sebastien Pierre gibt sich rau, so ein bisschen im Alternative, wie auch der Song irgendwo zwischen derbem Hard Rock und Alternative anzusiedeln ist. Fast im klassischen Rock, ja vielleicht in frühen Phasen der New Wave of British Heavy Metal Ära, wird "Dirty Like Your Memories", durch die Tube gedrückt. Da sind richtig gute, so ein bisschen Iron Maiden-lastige Gitarren dabei und der typische Refrain, den jede gute Hard Rock Combo aus den 80er-Jahren ausmacht, ist natürlich gleichfalls mit von der Partie. Nach dem groovigen "Gutsy Move", kommt "A Long Wait", erstmalig deutlich schleppender und somit mehr im Stoner behaftet daher. Die teils wabernden Saiten sind ein Indiz für die gleichsam im Psychedelic Rock verwurzelten Franzosen. Ziemlich urwüchsig, eher mit Querverweisen zu den 70er-Jahren rockt "Name Your Price". Nach dem flotten und im Vergleich wieder moderner gezockten "The One You Want To Be", hat "The Metamorphosis" dunkle, doomige Sequenzen und wird abgelöst vom frischen, quirligen "Load The Dice". Richtig fetzig und voll Spaß macht "This Is My Crime", die bis dato beste Nummer des Albums. Ein wirklich rockiger Tritt in den Allerwertesten. "Necronomicon" packt, wie der Titel schon andeutet, die dunkle Seite mit bleischweren, hämmernden Riffs raus, gespickt mit hellen, bislang viel zu selten gehörten Leads. Auch der etwas komplexer arrangierte Rausschmeißer "Feed Our Illusions", der faktisch alle von Headcharger verarbeiteten Genres vom klassischen Doom, über Stoner und rockige 80er-Jahre bis hin zu etwa jüngerem Alternative beinhaltet, hält die Meßlatte weiter ganz oben und setzt den Schlusspunkt unter ein richtig gutes, weil vor allen Dingen abwechslungsreiches und durchweg druckvolles Rockalbum.

Note: 8 von 10 Punkten
Autor: Andreas Gey


zurück zur Übersicht