MISKATONIC UNION - ASTRAL QUEST


Label:IRON SHIELD
Jahr:2018
Running Time:49:18
Kategorie: Neuerscheinung
 
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Der Name Miskatonic Union zeigt sofort, dass diese Heavy Metal-Band aus Chile eine gewisse Affinität für H.P. Lovecraft hat. Bereits 2014 gegründet, handelt es sich aber erst um das erste musikalische Lebenszeichen dieser Formation. Die Gitarrenmelodie des Openers „Awakening“ erinnert (vermutlich nicht zufällig!) an „Child Of The Damned“ von Warlord. Auch Iron Maiden oder In Solitude und diverse US Metal-Bands wie Omen, Arkham Witch oder Manilla Road sind als Einflüsse gut herauszuhören. Ein bisschen erinnern sie mich auch an ihre Landsleute von Cobra. Wilde Twinleads, ein gleichberechtigt nebenher laufender Bass, mitreißende Soli, melodischer, leicht angerauter Gesang und treibendes Schlagzeug gibt es auf die Löffel, jedoch immer mit simplen und eingängigen Songstrukturen und hier und da auch mal etwas hymnisch und heroisch. Ein bisschen obskur und kauzig klingt das Ganze zwar schon, aber es hat durchaus seine Reize. Spielen können Miskatonic Union durchaus, ohne dabei jedoch allzu virtuos rüberzukommen. Hier passiert eine ganze Menge. Dennoch zieht sich ein roter Faden durch das gesamte Album, welches ohne nennenswerte Lückenfüller auskommt. Die Produktion ist gut, ehrlich und bodenständig. Die Chilenen sind eine Band, die sich hervorragend als kleiner Geheimtipp auf kleinen deutschen Festivals wie das Keep It True oder das Headbangers Open Air eignen würden.

Note: 8 von 10 Punkten
Autor: Daniel Müller


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