REAPER´S REVENGE - VIRTUAL IMPULSE


Label:SELBSTVERTRIEB
Jahr:2018
Running Time:48:50
Kategorie: Eigenproduktion
 
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Reaper´s Revenge kommen aus dem bayerischen Amberg und legen nach "Wall Of Fear And Darkness", aus 2014 ihre zweite Eigenproduktion vor. Im typischen True Metal der 80er-Jahre, mit dem einen und anderen Anleihen an entsprechende Heroen, drückt der Opener "Just A Second" aus den Boxen. Sogleich fällt die fette Produktion und die ordentliche Arbeit an Saiten und Fellen auf und gleichfalls macht Christian Bösl am Mikro richtig gut. Ausufernde Leads, gefolgt von bärenstarken Riffern, ist das Motto der Stunde. "Virtual Impulse" geht richtig galoppierend mit heavigen Shouts rein und wartet zudem mit guten Grooves auf. Knackig und frisch wird das flotte "Bringer Of Light", mit ein paar progressiven Elementen nachgelegt, ehe es "The Reaper’s Dance", ganz klar auf die bangende Gemeinde abgesehen hat. Parallelen bei den eisernen Jungfrauen auf "What Have I Done", abgelöst von dem sanften und mit schönen Akustikklampfen ans Herz gehendem "Two Of Me". Eine typische Powerballade mit ausreichend hymnischen Wohlfühlelementen. Im krassen Gegensatz dann "Brainwashed", mit schrabbelnden Gitarren, dicker Thrashnote und einem schnauzig-keifigem Sänger, der zudem hohe und lange Screams kann. Das Ding geht so in Richtung Testament, Anthrax und Company. Ihre härtere Seite zeigen die Fünf gleichsam auf "Gods Of War", das mit ausgefeiltem Songwriting zwischen klassischem Arschtritt-Metal und cleverem Thrash hin und her geht. Da gibt es auch mal eine Sirene zu hören, auf die rasende Licks drüber gelegt werden. Mit proggigen Gitarren aufgepäppelter, speediger Metal in feinster Iced-Earth Manier, schallt uns bei "Storm Of Damnation" entgegen, wobei der Shouter hier stimmlich eher bei Andy B. Franck von Brainstorm liegt. Mit dem offensichtlichen Motto der Combo, nämlich "Go Your Own Way", beenden die hartmetallischen Freunde ihren zweiten Output und lassen einen ziemlich geflashten Hörer zurück. Das ist auf jeden Fall eine Scheibe mit einer Bewertung in den höheren Sphären und jeden True Metaller wärmstens an Herz zu legen.

Note: 8 von 10 Punkten
Autor: Andreas Gey


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