DITA VON TEESE - SAME


Label:RECORD MAKERS
Jahr:2018
Running Time:38:56
Kategorie: Neuerscheinung
Non Metal
 
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Ich wollte es nicht heraufbeschwören aber ich hatte schon eine böse Ahnung. Wenn man alles an Ruhm in seinem eigentlichen Schaffensumfeld erreicht hat, langweilt man sich wahrscheinlich und sucht eine neue Betätigung. Warum nicht singen? Machen doch eh viele Promis irgendwann. Irgendein Fan kauft das immer. Und Kritiker Lobhudeln, wo sie das gleiche Material bei Newcomer-Nobodies gnadenlos zerreißen würden. Such is Life! Nach einer erfolgreichen Karriere als Burlesque-Tänzerin, Model, Mini-Schauspielerin, einer Kurzehe mit Marilyn Manson, Herausgeberin einer der ersten Modelseiten im Internet und Einigem mehr, startet die Diva nun ihre Gesangskarriere. Aber von Gesang kann hier kaum die Rede sein. Eher ein Hauch von Flüstern und süßem Gesäusel. Untermalt mit einer simpel strukturierten Computer-Melange, die so langweilig ist, wie Omas Bademode. Billige Elektro-Lounge und Chillout-Atmosphäre, mit der kein normal sterblicher Musiker/Sänger/In durchkommen würde. In Frankreich und Belgien schaffte man es, mit dem selbstbetiteltem Debütwerk zwar in die Charts, wenn man Platz 140 und 119 als solche Eintragungen mitrechnen möchte. Vielleicht liegt der Grund für den kleinen Aufschwung bei den Landesnachbarn eher an Produzent Sébastien Tellier (auch französischer Sänger und Multiinstrumentalist). Der ist nämlich bereits wesentlich bekannter. Und zudem haben die beiden bereits im Jahr 2016 den Culture Club Hit „Do You Really Want To Hurt Me“ inszeniert. Übrigens hat die Frau von Herrn Tellier, Amandine de La Richardière die peinlichen (französischen und englischen) Lyrics geschrieben. Aber wie gesagt alles scheitert am schwachen Gesang oder beziehungsweise dem Stöhnen, Lachen Flüstern und Reden…was man fälschlicherweise für Gesang halten kann. Zudem hat man das Cover versaut indem der Produzent mit dabei ist. Ein schönes Burlesque Foto wäre ansprechender gewesen. Und würde zudem Sinn machen.

Note: 2 von 10 Punkten
Autor: Steve Burdelak


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