ARKHAM WITCH - GET THOTHED VOL. III


Label:METAL ON METAL
Jahr:2018
Running Time:50:05
Kategorie: Import
 
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„Get Thothed”, der Tribut von Arkham Witch an ihre Vorgänger-Band The Lamp Of Thoth, geht in die dritte und letzte Runde. 2015 erschien der erste Teil mit fünf Songs in einer dünnen Promo-CD mit einem Pappschuber, in das die anderen beiden Teile dann auch gesteckt werden konnten. Teil Zwei mit ebenfalls fünf Songs und knapp fünfundzwanzig Minuten erschien nur ein Jahr später. Nun liegt endlich der dritte und letzte Teil, dieses Mal sogar mit sechs Titeln und fünfzig Minuten Spielzeit vor, also genauso viel wie vorher beide Teile zusammen. Obwohl ich ein Riesen-Fan von Arkham Witch bin und all ihr Zeug in meiner Sammlung habe, kenne ich mit The Lamp Of Thoth, von denen es zwar nur ein Album, aber auch viele EPs und Compilations gab, leider überhaupt nicht aus. Ihre Veröffentlichungen sind auch alles rare Sammlerstücke. Umso schöner ist es, nun posthum in ihre Welt einzutauchen. The Lamp Of Thoth sind insgesamt doomiger und weniger kauzig als Arkham Witch. Der angenehm rockige Opener „Emperor Of Dreams“ erinnert mit seinen Orgeln und dem obskuren Gesang etwas an ganz alte Death SS (Paul Chain-Ära). Mit „The Beast And The Black Art“ folgt dagegen eine tonnenschwere, elfminütige Doom-Dampfwalze. Das siebenminütige „Lord Of The Midnight Hour“ ist ein stampfender Doom-Rocker im Stil der Siebziger Jahre und erinnert wiederum etwas an frühe Death SS oder auch Paul Chain Violet Theatre. Das Bass-Intro von „This Wretched World Forlorn“ erinnert nicht nur zufällig an „Hand Of Doom“, sondern ist auch ein ganz bewusster Tribut an die großen Black Sabbath. Das Intro von „The Wizard Of The Gloves“ klingt schwer nach dem Anfang von „Am I Evil?“ von Diamond Head und entwickelt sich später zu einer treibenden Heavy-Rock-Hymne. Das abschließende „The Marriage Of The Ghouls“ schlägt dann seichtere, psychedelische Töne an und erinnert mit seinen Flöten streckenweise an die Siebziger Okkult-Rocker Black Widow, ist mit seiner ständig wiederholten Gesangslinie auf dem Basslauf auf Dauer vielleicht doch etwas zu monoton ausgefallen. Dennoch macht diese EP total Bock; auch in Zusammenhang mit den beiden vorherigen EPs. Nach drei Jahren ist diese Trilogie endlich erfüllt. Hoffentlich gibt es bald auch mal wieder ein neues, obskures Album von Arkham Witch!  

Note: Keine Wertung
Autor: Daniel Müller


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