KISS - ASYLUM


Label:MERCURY
Jahr:1985
Running Time:38:50
Kategorie: Classics
 
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„Asylum“ ist das dreizehnte Studioalbum von KISS und das Debütwerk des neuen Lead Gitarristen Bruce Kulick, der für den an Morbus Reiter erkrankten Mark St. John eingestiegen ist. Das Opus startet mit einem coolen Drum-Intro von Eric Carr beim Opener „King Of The Mountain“, einem typischen Paul Stanley Song der 80er-Jahre, mit krachenden Gitarren und einem saustarken Refrain, der sofort klar macht, in welche Richtung die Scheibe geht. „Any Way  You Slice It“ von Gene gesungen, entwickelt sich  zu einem klasse zweiten Song für das Vinyl. Dann kommt einer der ersten herausragenden Tracks des Rundlings, „Who Wants To Be Lonely“, geschrieben von Paul Stanley zusammen mit Desmond Child und Jean Beauvoir (Voodoo X) , eine Nummer die sich schon durch das groovende Riff  im Kopf festsetzt und dich nicht mehr loslässt. Es ist auch einer der drei Songs von „Asylum“, zu denen  Musikvideos  gedreht wurden. Der zweite Beitrag  zu dem es ein Video gibt ist die Party-Hymne „Uh! All Night“...funktioniert auf jeder Feier. Gene hat mit „Trial By Fire“ und „Secretly Cruel“ zwei Lieder  auf der Platte, die so richtig seinen Spirit der 80er verkörpern: Songs for the Ladies, Sexy, Groovie , Hot! Der absolute Überflieger von „Asylum“ ist „Tears Are Falling“. Das Video dazu lief in Dauerrotation auf MTV, wo die brillante Gitarrenarbeit von Bruce Kulick seinen Höhepunkt in dem Solo des Songs findet. Überhaupt ist „Tears Are Falling“, ausgestattet mit einem Refrain, den man nicht mehr vergisst und sofort begeistert mitsingt. Die grossartige Gitarrenarbeit von Bruce Kulick lässt erahnen, was da in den nächsten Jahren noch kommen sollte. Seine Soli sind voller Melodie und Geschwindigkeit und stehen somit den Guitar Heros der 80er in nichts nach. Textlich dreht sich alles um Frauen, Partys, Sex und einfach eine gute Zeit haben. Was auch perfekt zur Musik passt und auch eine Art Lebensgefühl der 80er-Jahre war. Paul Stanley hat vor ein paar Jahren mal gesagt, einen Text wie zu „King Of The Mountain“, würde er heute nicht mehr schreiben können und wollen, aber so war die Zeit damals. Gesanglich bewegte sich Paul auf Top Niveau. Er trifft auch die hohen Töne mit Kraft und Präzision. Auch Gene ist auf dem Höhepunkt und veredelt seine Songs mit seiner gewohnt coolen Stimmlage. Zehn Songs die einfach Spaß machen. Das Cover ist eine Kreation von Paul Stanley, wo er auch ein wenig die Farben der maskierten Alter Egos von KISS  mit einfließen ließ. Für mich eine der besten Platten der unmaskierten Phase von KISS.

Note: 9 von 10 Punkten
Autor: Ralf Riebatzki


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