ROSWELL RUDD / FAY VICTOR / LAFAYETTE HARRIS / KEN FILIANO - EMBRACE


Label:RARE NOISE
Jahr:2017
Running Time:65:11
Kategorie: Neuerscheinung
Non Metal
 
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Einundachtzig Jahre alt ist Roswell Rudd, der Kopf dieses Jazz-Quartetts. In seiner Karriere hat er etliche, liebgewonnene Jazz-Nummern auf seinen Konzerten zum Besten gegeben. Nun hat er sie in dieser Konstellation von Mitstreitern auf Konserve gebrannt. Acht Songs sind es geworden, die nach seinem letzten Werk, einer improvisierten Studioarbeit, heuer ein festes Korsett haben sollen. Was bei über fünfundsechzig Minuten Laufzeit eher das Gegenteil anzeigt. Da schien noch viel Spielraum für Jam-Einsätze gewesen zu sein. Und dies scheint auch die Review-Woche für komplette Coveralben, außerhalb der Metal-Szene zu sein. Das komplette Material von „Embrace“ wurde vor 1958 komponiert. Na ja, abgesehen von „I Look In The Mirror von Verna Gillis (die Lebensgefährtin von Herrn Rudd). Der kurz nach dem Release gestorbene Jazz-Posaunist hat ein intensives Werk geschaffen, das mich mit der musikalischen Unterstützung von Lafayette Harris  am Klavier und Mister Ken Filiano am Bass endlos begeistert. Womit ich mich Desöfteren nicht anfreunden kann, sind die Vocal-Lines von Fay Victor. Da mag sie in der Szene noch so geschätzt, bejubelt und anerkannt sein. Das kommt an mancher Stelle dem freien und atonalen Gejammer von Yoko Ono nahe. Musikalischer Dadaismus. Mir ist das zu viel schräges Gequäke…sorry. Und eine Cover-Version von „House Of The Rising Sun“ ( ja ebenfalls ein ziemlich alter Hut, da er nicht von The Animals stammt, sondern 1935 von Rounder´s Luck recorded wurde), geht mal absolut in die Hose.

Note: Keine Wertung
Autor: Steve Burdelak


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