OPERATION: MINDCRIME - THE NEW REALITY


Label:FRONTIERS
Jahr:2017
Running Time:58:56
Kategorie: Neuerscheinung
 
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Ich hoffe, das in der Szene, die Diskussion, Pro und Contra: Queensryche und Operation: Mindcrime, ad acta gelegt wurde. Nichts ist langweiliger. Ob allerdings Sänger Geoff Tate, mit Vollendung dieses letzten Teiles einer Trilogie, die Formation zu Grabe tragen wird, wird sich zeigen. Ich hoffe nicht, denn bei allen Unkenrufen, war diese ambitionierte Umsetzung Geoffs neuer Zielgeraden, genau der Soundtrack meines aktuellen Lebens. Das kann und soll man nicht, als alter Fan in die Waagschale mit vergangener Zeiten, der 80er und 90er werfen. Der zeitgenössische Albumtitel, soll somit auch nicht federführend eine neue musikalische Ausrichtung andeuten. Hier wird der rote Faden der ersten beiden Releases, gründlich weitergesponnen. Schön so. Klar, man überhäuft sich nicht mit Innovation oder kompletten Überraschungen, man distanziert sich immens von den Charts aller Welt und bietet ein Kaleidoskop an düsteren Sounds, die auf „The Fear“, sogar bedrückende „New Wave“-Keyboard-Klangpassagen bieten. Und wieder muss ich als ewiger Fan sagen, dass diese Mini-Entwicklung, durchaus mein Wohlwollen findet. Man muss diese packenden Beats und Rhythmen einfach freien Lauf lassen, damit die Seele sich in den Sog, brachial-musikalischer Emotionen, einsaugen lassen kann. Die Stimme des Herrn Tate ist erneut durchaus betörend und charismatisch. Wer hier auf die alten high-pitched Screams vergangener Zeiten wartet, wird selbstredend ein weiteres Mal enttäuscht, hat aber ebenso wenig die, seit Jahren angestrebten Intentionen dieser Formation, falsch verstanden. Ein moderner Rock-Geist mit kernigen, lyrischen Aussagen und einfach sau-cooler Musik. Und selbst ein alter Queensryche-Fan kann, wenn er über den berühmten Tellerrand hinausschaut, Einiges für sich entdecken. Hilfreich sind da die Tracks: „Under Control“, samt kräftigem Gitarren-Solo oder gar „Wake Me Up“. An „The Key“ kommt dieses Opus aber leider nicht ran.

Note: 8.5 von 10 Punkten
Autor: Steve Burdelak


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