THE ENTIRE PAST - OUTNUMBERED


Label:SELBSTVERTRIEB
Jahr:2017
Running Time:23:24
Kategorie: Eigenproduktion
 
zurück  |  vor

The Entire Past sind fünf wilde Jungs aus Ostwestfalen, genauer Gütersloh, die im Oktober 2017 mit ihrer EP "Outnumbered" debütierten. Zünftig wurde das Ding bei einer Releaseparty, im Werk der Weberei Gütersloh vorgestellt. Sechs Tracks hat das Quintett auf die Scheibe drauf gepackt und "Vanity" eröffnet erst mal mit typischem Metal Core, im Fahrwasser von Caliban, Parkway Drive, Bring Me The Horizon oder auch den deutschen Vorreitern Heaven Shall Burn. Neben den brutalen Attacken mit knackigen Drums, hammerharten Riffern und einem rauen Brüllgesang zeigt jedoch schon der Opener auch weichere, recht melodische Anteile mit phasenweise cleanem Gesang und wartet mit einem komplexeren Songwriting auf. "We Have Lost Faith" eröffnet mit Tasten, geht aber ansonsten ziemlich wild und recht unstrukturiert zur Sache, mit Wechsel von harschen Brachialangriffen und sanfteren Einspielungen. "Affection" steigt fast balladesk ein, dann ballern einem brutal harte, technisierte Klampfen, um die Ohren Der Kreischgesang ist schon fast growlartig. Und dann dieses Leise-Feeling mit fast poppigen Auswüchsen! Noch mehr Anleihen aus dem Death Metal mit vermehrt growlartigen Einsätzen hat der Titeltrack. Anfänglich im Melodic Death Metal, bewegt sich "Broken Soul", ehe die coreartigen Auswüchse alles dahin ballern. Natürlich auch hier unterbrochen von den schon als typisch für die Gruppe zu bezeichnenden sanften Elementen. Mit dem schon beinahe schmantig einsteigenden "You`re Gone Forever" und nachfolgend schon hymnisch dargebotenen Böseteilen mit cleanen, größer angelegten Refrains, gelingt der Rauswurf. The Entire Past erfinden den Metal Core nicht neu, aber interpretieren ihn auf einem durchaus höheren Niveau mit allerlei, überwiegend melodiebehafteten und eher wärmeren Ingredienzien.

 

Note: Keine Wertung
Autor: Andreas Gey


zurück zur Übersicht