COOGANS BLUFF - BLUFF LIVE


Label:NOISOLUTION
Jahr:2017
Running Time:74:05
Kategorie: Liverecording
 
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Coogans Bluff wurde 2003 in Rostock gegründet und hat bis dato fünf Longplayer am Start, von dem der letzte "Flying To The Stars", von 2016 resultiert. Die fünf Jungs spielen eine Mixture aus Krautrock, Progressive Rock, Fusion und Soul. Nach dem Ausstieg von Thilo Streubel in 2013, übernahm der bisherige Mann am Viersaiter, Clemens Marasus, auch die Vocals. Die vorliegende Livescheibe mit einer Spieldauer von knapp vierundsiebzig Minuten, vollgestopft mit zwölf Songs, erschien im November 2017, verpackt wahlweise auf CD oder als Doppel-Vinyl, und wurde auf der europaweiten Promotour, zum letzten Album aufgenommen. "Bluff Live" ist gerade weg von der Bühne aufgenommen worden, ohne Overdubs oder ausufernde, technische Sperenzchen und besticht dennoch durch einen harten, rauen, kratzigen und richtig fetten Sound einer wilden, kraftvollen und ordentlich Spaß und Dampf machenden Truppe. Bereits beim Opener "Too Late", das Ding dröhnt sich vierzehn Minuten durch die verzückten Gehörgänge, wird die familiäre Atmosphäre bei den Gigs und die coole Lockerheit der Protagonisten überdeutlich. Der Song groovt in einem durch und vereint mehr Höhepunkte und instrumentale Parts, als bei ähnlich aufgestellten Rocker auf einem ganzen Album. Dabei offeriert die Nummer schon die gesamte Breite der Band über Saxophon orientierten Fusion, klassischen Hardrock mit ausufernden Jimi Hendrix-Gitarren, bluesigen, harmonischen Zwischenteilen und die so typischen Space- und Krautrockkomponenten.

"Why Did You Talk" eröffnet mit erdigen Drums und überzeugt mit typisch in den ausgehenden 60er- beziehungsweise beginnenden 70er-Jahren geerdetem Rock und durchdringenden aber völlig unaufgeregten Vocals. Warme, vermehrt akustisch angelegte und ellenlang gezupfte Gitarren und Bläser, erklingen beim instrumentalen "Ellen James Society", ehe nach knapp zwei Minuten die Schlagzahl deutlich erhöht wird und richtig rasant gezockt wird. Nach dem anfänglich eher klassischen Rocker "Beef Heart", der aber mit coolem "whoowhoo" in jazzige oder fusionartige Dimensionen abdriftet, nimmt man sich wieder richtig Zeit bei dem epochalem, krautrockigem "Flying To The Stars". Ich ende hier mal mit meiner detaillierten Songbeschreibung und kann Euch diese Scheibe nur wärmstens empfehlen. Auch die nachfolgenden Songs, es gibt noch sieben weitere Stücke, versprühen einfach ein tolles Konzertfeeling und machen richtig Lust auf noch viel mehr dieses ursprünglichen Rock.

Tracks auf CD oder wahlweise Doppel-LP:

01. Too Late

02. Why Did You Talk

03. Ellen James Society

04. Beefheart

05. Flying To The Stars

06. Hooray!

07. N.R.I.H.C.

08. You And Me

09. Her Tears

10. Money And Mess

11. Where No Man Has Gone Before

12. Gettin Dizzy

Note: Keine Wertung
Autor: Andreas Gey


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