BREAKING SAMSARA - LIGHT OF A NEW BEGINNING


Label:BOERSMA
Jahr:2017
Running Time:40:43
Kategorie: Neuerscheinung
 
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Aus Ostfriesland, genauer der Blödelhaupstadt und Otto Waalkes Wohnsitz Emden, stammt das Quartett, welches sich 2010 aufmachte, zumindest die norddeutschen Lande zu berocken und nun mit "Light Of A New Beginning", seine zweite Full-Length vorlegt. Ab in die wilden 80er-Jahre heißt es von Beginn an und so rockt "Restless Nights", frech und fröhlich los und man findet sich umgehend bei den damaligen Größen, wie zum Beispiel Van Halen, Guns N´ Roses, Mr. Big, Skid Row, TNT und ähnlichen Gruppierungen, immer mit etwas Sleaze und trockenem, rotzigem "Leck Mich am Arsch-Feeling". "Rebel At Heart" zeigt ein paar gute Licks, ein bisschen Blues-Feeling a la Whitesnake, hier und da ein paar Souleinflüsse und ist flott aber weniger zwingend. Der Titeltrack eröffnet mit ein paar Klaviertasten und verzehrender Gitarre, ist wieder bluesig, mächtig sleazy und nimmt nochmal an Tempo raus. Im Mittelteil denkt man bei den Klavierkomponenten tatsächlich kurzfristig an Richard Clayderman. Dann wird es proggig und es schimmern sogar noch ein paar Deep Purple Fragmente durch, ehe zum Ende die Hammond richtig geil ballert. "Bye Bye Baby" startet sanft und kommt dann mit richtig gutem Classic Rock und ordentlich Druck um die Ecke. Die fünfte Nummer "Money Ain't Worth A Dime" ist vom Fleck an komplexer arrangiert und eröffnet erstmalig mit moderneren Elementen. Es bleibt alternativ.

Vielleicht passt auch der Begriff Crossover hier ganz gut. In jedem Fall ist der Song ungewöhnlich, wartet mit ziemlich geilen, frickeligen Soli auf und presst sich nietenfest in die Hörmuscheln. Neu ist das allerdings nicht, denn irgendwie kommen mir da einige ähnlich klingende Nummern in den Sinn, was mutmaßlich auch die Eingängigkeit des Liedes erklärt. Dagegen fällt die Ballade "Time For Things To Change" etwas ab. Sie ist gut, erinnert etwas an Gotthard und wieder klingen Deep Purple in der Phase "The House Of Blue Light" bis "The Battle Rages On" durch. Richtig knackig wird es dann wieder mit "End Of A Hero" und das ist ziemlich eindeutig Virgin Steele. Den Abschluss macht dann "Scarsoul", welches die vorherige Adaption an den US-Metal fortsetzt und mit typischen Galoppaden aufwartet. Den Ostfriesen gelingt ein solides, abwechslungsreiches und gut produziertes Album mit allerlei Anleihen an die damaligen Heroen des 80er Sleaze-, Glam-, Blues- und US- Rock / Metal.

Note: 7 von 10 Punkten
Autor: Andreas Gey


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