JESS AND THE ANCIENT ONES - THE HORSE AND OTHER WEIRD TALES


Label:SVART
Jahr:2017
Running Time:34:27
Kategorie: Neuerscheinung
 
zurück  |  vor

Es gibt nicht wirklich viele Bands da draußen, die es schaffen den Geist des 60er psychedelischen Rocks widerzuspiegeln und mit modernen Elementen zu verknüpfen. Die meisten Formationen versuchen sich an mehr oder weniger abgekupferten Versionen von Coven, oder gar Black Widow. Dies funktioniert selten gut und hat so einige fürchterliche Machwerke hervorgebracht, wirres Gesinge mit Stoner Riffs verschlimmbessert. Ganz im Gegensatz zu Jess And The Ancient Ones, einer weibliche Doom Sängerin die es versteht Psychedelischen Rock im Stil der Sechziger zu singen. Gleichzeitig aber ein frisches Songwriting draufhat, und aus dem Ganzen ein mächtiges Gebräu zu schaffen, in das man sich tief hineinziehen lässt. Alleine schon der Albumtitel „Das Pferd und andere seltsame Geschichten“, stellt Jess And The Ancient Ones eine deutliche Stufe über sonstige Nachahmer. Der starke Orgeleinsatz, Fuzz-Elemente und überhaupt die verwendeten Klangfarben, empfinde ich als sehr authentisch. Ich denke weitere Einflüsse sind Hawkwind, und ja sogar ein wenig Arthur Brown blitzt dann und wann durch. Ein weiterer Pluspunkt für mich ist, dass ein Großteil der Songs nicht in endlos Schleife dudelt, sondern kurz und knapp auf den Punkt kommt. So beinhaltet das Album nur zwei Stücke die über sieben Minuten laufen, der Rest liegt um die drei Minuten Spieldauer. Natürlich bleibt da die Gesamtspielzeit auch recht knapp, aber dies ist auch ein Album was zum mehrmaligen Hören verführt, alleine schon um die Tiefe der Songs zu erfassen. Die Doors Adaption „Death Is The Doors“ zum Beispiel oder „Return To Hallucinate“ lassen einen in den mystischen Kosmos der Band abtauchen. Ein Pflichtkauf für Liebhaber des psychedelischen Rock allemal.

Note: 9 von 10 Punkten
Autor: Pistol Schmidt


zurück zur Übersicht