THE DARK ELEMENT - SAME


Label:FRONTIERS
Jahr:2017
Running Time:51:51
Kategorie: Neuerscheinung
 
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Um es direkt vorweg zu nehmen, würde nicht “The Dark Element” auf dem Cover stehen, hätte ich es für eine Vorab-Version eines neuen Nightwish-Auswurfs gehalten. Noch näher an der sinfonischen Ursuppe aus Finnland geht es kaum. Natürlich kommen hier hervorragende Musiker zum Einsatz, der allseits bekannte Jani Liimatainen von Sonata Arctica und die ex-Nightwish Chanteuse Anette Ozon zaubern ein Gebräu, das keine Fragen bezüglich der Inspiration offen lässt. Hier wird so dreist kopiert, dass ich mich wirklich frage warum dieses Projekt einen eigenen Namen trägt. Nun sind die Finnen dafür bekannt, auch im Metal immer wieder poppige Sequenzen einzuflechten. An diesem Stilmittel bedient man sich auf „The Dark Element“ auch des Öfteren. Jedoch wurde das auch schon von den Kollegen Battle Beast perfektioniert. Natürlich wie von finnischen Produktion nicht anders zu erwarten, auf einem absolut hohen Niveau. Sauber aufgenommen, gesangstechnisch sehr emotional aber leider ohne Wiedererkennungswert. Natürlich ist es kein leichtes Unterfangen, etwas wirklich Neues auf den Markt zu bringen. Aber so ganz ohne Innovation, oder zumindest den Versuch der Musik den persönlichen Stempel aufzudrücken finde ich recht ermüdend. Versteht mich nicht falsch, die Platte ist qualitativ gar nicht übel, wenn man nichts schon fünfundzwanzig gleichartige Scheiben zuhause hätte. Für Fans von Female Fronted Symphonic Metal vielleicht als Überbrückung zur nächsten Scheibe, der eingangs genannten Truppe zu sehen oder für Neueinsteiger in dieses Genre. Ansonsten ganz nett, aber nicht unbedingt nötig. Wer sich ein Bild machen möchte, sollte sich „The Dark Element”, “Here's To You” oder “The Ghost and The Reaper“ anhören.

Note: 6 von 10 Punkten
Autor: Pistol Schmidt


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