MALAMORTE - SATAN GOES TO HEAVEN TO DESTROY THE KINGDOM OF GOD


Label:PURE STEEL
Jahr:2017
Running Time:43:22
Kategorie: Neuerscheinung
 
zurück  |  vor

Black Metal bei Pure Steel? Was ist denn jetzt kaputt? Moment! Der Schein trügt! Natürlich handelt es sich hier nicht um bemalte Teufelsanbeter in skandinavischen Wäldern. Vielmehr haben wir hier mit Malamorte ein düsteres Metal-Duo aus Italien, das 2009 als Nebenprojekt von Lord Vampyr entstanden ist. Ursprünglich waren sie ein Trio, das viel gemeinsam musiziert hat, nämlich bei Cain, Shadowsreign und eben Lord Vampyr. Dies gilt nicht nur für die zwei verbliebenen Mitglieder, sondern auch für den Ex-Bassisten Nighthorn. 2009 entstand dann die Idee, eine Black Metal-Band zu gründen, die sich mit den ursprünglichen okkulten Metal-Bands befasst. Zwei Kapellen treten dabei besonders hervor, wenn man den Klängen dieses zweiten Albums lauscht, nämlich die großen Mercyful Fate und Malamortes düsteren Landsleute von Death SS. Die Musik erinnert an eine eigenwillige Mischung aus Mercyful Fate und Black Sabbath. Die Riffs sind meist in gemäßigtem Tempo gespielt, oft aber auch schreddernd und mit Doublebass versehen. Oft schleicht sich der Horror Music-Faktor von Death SS mit ein, was vor allem an den flächendeckenden Orgelklängen liegt. Auch der Gesang ist stark von Mercyful Fate und Death SS geprägt. Wenn L.V. melodisch singt, ähnelt er King Diamond, wenn er aggressiver singt, kommt er Steve Sylvester verdächtig nahe. Die Musik ist kauzig, atmosphärisch und eigenwillig, dennoch sind die stampfenden Riffs immer nachvollziehbar. Es gibt mittlerweile viele Bands, die Mercyful Fate imitieren wollen aber das hier ist anders. Die Mischung der verschiedenen Stile ist auf jeden Fall abgefahren und ist nicht so einfach in eine Schublade zu stecken. Kauzig, aber geil!

Note: 7.5 von 10 Punkten
Autor: Daniel Müller


zurück zur Übersicht