CROC NOIR - FROID/NUIT


Label:WOLFSPELL
Jahr:2017
Running Time:56:07
Kategorie: Import
Compilation
 
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Croc Noir ist ein französisches Black Metal-Duo, das seit seiner Gründung im Jahr 2016 bereits zwei EPs veröffentlicht hat, die beide auf Kassette erschienen sind. Das erste Tape „Froid“ erschien noch im Gründungsjahr, das zweite, „Nuit“, im Sommer 2017. „Froid“ ist schon restlos ausverkauft. Somit entschlossen sich Croc Noir, beide EPs auf einer schönen Digipack-CD erneut zu veröffentlichen. Die Tracks sind chronologisch angeordnet. Der Reigen beginnt mit den sechs Songs von der ersten EP „Froid“, wobei neben dem Intro und dem Outro noch fünf Songs vertreten sind, die alle vier bis fünf Minuten lang sind und rohen Black Metal enthalten. Als Bindeglied zwischen beiden EPs dient das „Outro“, welches auf dem Original-Tape nicht zu hören war, mit Pianoklängen, Windgeräuschen und Kirchenglocken. Danach folgen das Intro „Sabbat“ mit seinen düsteren Trommeln und die vier weiteren Stücke der zweiten EP „Nuit“, die mit vier bis neun Minuten Spielzeit deutlich länger und epischer sind als auf seinem Vorgänger. Neben den üblichen simplen, aber effektiven Riffs gibt es hier dann auch Keyboards, akustische Gitarren, Maultrommeln und ein Tambourin zu vernehmen, die trotz recht primitiver Strukturen für genug Abwechslung sorgen. Die Songs erinnern an norwegische Bands der Neunziger, wie Darkthrone oder Gorgoroth, wenn sie munter drauflos bolzen, und an Strid, Burzum oder Forgotten Woods, wenn sie schleppender werden, besitzen aber auch eine eigene Note. Auch an frühe Godkiller aus Monaco fühle ich mich erinnert; vor allem durch den Drumcomputer. Der Sound ist schön dünn, wie es sich für ein kultiges Demotape gehört. Einzig störend ist hier das programmierte Schlagzeug, welches zwar der Musik die nötige Kälte verleiht, aber zu steril klingt und zu sehr in den Vordergrund gemischt ist. Musikalisch aber top und ein guter Geheimtipp aus dem französischen Underground; bei fast einer Stunde Spielzeit ohne jegliche Langeweile!     

Note: Keine Wertung
Autor: Daniel Müller


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