BOB KULICK - SKELETONS IN THE CLOSET


Label:VANITY MUSIC
Jahr:2017
Running Time:43:50
Kategorie: Neuerscheinung
 
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Bob Kulick dürfte dem einen oder anderen Insider vor allem für seine Zusammenarbeit mit KISS (unter anderem „All American Man“), für die er mehrere Songs schrieb/produzierte und einige Gitarrenparts beisteuerte, ein Begriff sein. Zudem hat er mit Bruce Kulick einen prominenten Bruder am Start, der bekannntermaßen lange Jahre im Dienste von Simmons, Stanley und Co. stand. Doch nur wenige wissen, dass er auch als Gitarrist für andere Bands einige coole Scheiben veröffentlicht hat. Hier ragen unter Anderem „Skull“, „Murderer´s Row“ mit David Glen Eisley am Gesang und die Zusammenarbeit mit Graham Bonnet, Chuck Wright und Frankie Banali auf „Blackthornes Afterlife´“ heraus, quasi eine „Supergroup“ aus L.A. Alles saustarke Scheiben aus den '90ern. Und nun ist der gute Mann mit fehlendem Haupthaar im Jahre 2017 mit einem waschechten Soloalbum, das oldschool-mäßiger nicht klingen kann, bretthart zurück. Als ob es die letzten 30 Jahre nicht gegeben hätte, wird hier in bester Jeans- und Lederjacken-Manier auf die Glocke gehauen und die fetten Riffs und Soli sprießen nur so wie Pilze aus dem Boden. Sauber! Dabei hat Bob wieder so illustre Namen wie Dee Snider, Robin McAuley, David Glen Eisley, Rudy Sarzo oder Chuck Wright (plus Eric Singer, Frankie Banali, Vinnie Appice und, und, und an den Drums) um sich versammelt, um die guten, alten 80er und frühen 90er-Jahre abzufeiern. Herausgekommen ist ein wirklich fettes Hardrock-Album, megaprofessionell eingespielt und super produziert, das zwar völlig altbacken, aber umso ehrlicher daherkommt. Entstanden sind 7 neue Songs, dazu ein Cover-Track („Goldfinger“ in einer interessanten Metalversion) und zwei Tracks aus der „Skull“-Zeit, nämlich „Guitar Commandos“ und „Eyes Of A Stranger“). Leider ist das Cover-Artwork recht billig ausgefallen. Dennoch, aufdrehen, abrocken und den Mist, der tagtäglich im Radio läuft, einfach vergessen! Yeah!

Note: 8 von 10 Punkten
Autor: Maurice Schreiber


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