GIL EDWARDS - CELEBRATE


Label:A1
Jahr:2017
Running Time:51:16
Kategorie: Non Metal
Liverecording
 
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Tja, eigentlich komisch, das so mancher Infoblattschreiber die wesentlichen Merkmale eines Albums außen vorlassen. So ist das dritte „Solowerk“, des seit 1966 aktiven Musikers, fast ein halbes Cover-Album. Wie kann man da von „seiner“ Musik sprechen und den eigentlichen Umstand erst gar nicht erwähnen? Schließlich stammen vier der insgesamt neun Tracks von anderen Acts. The Rolling Stones werden gleich zweimal zitiert: „Paint It Black“ (tausendmal nachgespielt und völlig unspannend) und „Wild Horses“ (passt schon allein von der Stimme nicht). „My Back Pages“ kommt aus dem Hause Bob Dylan (auch hier fehlt der emotionale Zugang der Vocals zur zerbrechlichen Stimme von Mister Dylan). Last but not least, „You Keep Me Hangin´ On“, von der süßen Kim Wilde. Also ehrlich…muss ich schon gar nicht haben. Stil-Fehltritt. Da ist der Chef, der in illustren Bands, ohne großen Erfolg durch die Lande gezogen ist, mit seinen eigenen Kreationen, weitaus besser bedient. Obschon der Blues-Rock oder Roadhouse-Rock des Barden und Gitarristen recht Pop-mäßig und Mainstream-tauglich ausgefallen ist…allerdings ohne großes Hitpotential. Eher im Rahmen von „zu oft“ gehört. Na ja, es gibt noch einen weiteren Grund, nicht von einem neuen Soloalbum zu sprechen. Was hier vorliegt sind Livetracks. Damit sollen fünfzig Jahre Bühnenpräsenz gefeiert werden. Leider kommt die Atmosphäre eines Gigs so gut wie gar nicht auf, da die Recordings aus fünf verschiedenen Venues stammen. Zudem wird der Applaus ausgeblendet. Was einzig und allein überzeugen kann, sind die raffinierten Herzblut-Soli, die der Klampfer stets parat hat. Leider zu wenig um eine Kaufempfehlung auszusprechen.

Note: Keine Wertung
Autor: Steve Burdelak


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