1968 - FORTUNA HAVANA


Label:BLACK BOW
Jahr:2017
Running Time:20:26
Kategorie: Neuerscheinung
 
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1968 stammen aus Cheshire in England und gründeten sich 2013. Im massivem und groovigem Stoner-Sound mit einer Menge Doom-Attitüden verwurzelt, starteten sie im Januar 2016 mit einer EP und legten im Februar diesen Jahres mit "Fortuna Havana" ihren zweiten, kürzeren Player vor, der die Zeit bis zum kommenden, vollwertigen Debüt, der für den Herbst dieses Jahres anvisiert wird, überbrücken soll. "Vorpal" eröffnet sogleich mit knalligen, ordentlich verfuzzten und sehr roh gespielten Sechssaitern und auch die roughe Stimme erinnert umgehend an ziemlich derbe Ausgänge der 70er-Jahre. Klingt so ein bisschen nach Led Zeppelin. Lässt man die irren Runs von Zakk Wylde auf seiner Gibson mal außen vor, könnte man auch auf mehr ursprünglich ausgelegte Black Label Society tippen, im Sinne von rau, trocken und ziemlich wild. Eher losgelöst, mit einigen Tempiwechseln, nicht zwingendem Groove und mit so leicht sphärischen, psychedelischen Einschlag, wartet dann "War Dogs" auf. In der Bridge eine sich im Tonwechsel ständig wiederholende und so sehr monoton wirkende, dumpfere Gitarre, die faktisch das Grundgerüst um die ansonsten jamartig gezockte Nummer bildet. "Duchess" eröffnet mit dumpfem Schlagzeug und offenbart erstmalig klar erkennbare Doomteile, die umgehend an Black Sabbath erinnern aber dann gnadenlos von derben und schrill gezockten Langhälsen aufgemischt werden. Der Rausschmeißer "Fortuna Havana" und damit gleichsam der Titeltrack besticht durch derbe, ungezügelte Wildheit und stampfende, rohe Grooves. Die Briten bringen alles mit, um in naher Zukunft ein richtig gutes, im klassischen Stoner und Doom gezocktes Hardrock heraus zu bringen. Ich bin gespannt, ob die Vorschusslorbeeren auch gerechtfertigt werden.

Note: Keine Wertung
Autor: Andreas Gey


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