VOLUMES - DIFFERENT ANIMALS


Label:SPINEFARM, FEARLESS, CONCORD
Jahr:2017
Running Time:35:07
Kategorie: Neuerscheinung
 
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Volumes stammen aus Los Angeles, gründeten sich 2009 und sind eigentlich im Metal Core, Djent und Groove Metal unterwegs. Mit "Different Animals" legt der amerikanische Sechser mit Myke Terry und auch Gus Farias an den Vocals sein drittes Machwerk vor. "Waves Control" gibt zunächst den wuchtigen Opener mit brutalen Shouts und, für Volumes eben so typisch, einer Background Stimme, die man eher bei britischen Rockern, ich will nicht sagen Brit Poppern erwarten würde. Ein kräftiger Stilwechseln hin zu seichtem Pop mit elektronischen Einflüssen bei "Finite" mit nun einem poppig-schmalzigen Mikro im Vordergrund und im Hintergrund nur noch wenig krachende Shouts. So dümpelt es weiter in Richtung "Feels Good" mit wieder sehr technischen Ansätzen, Popgesülze und eher chaotisch in die Nummer integrierten Shout-Happen mit Coreteilen. Bislang kommt das alles ziemlich komplex und eher abschreckend unmelodisch und gestückelt rüber, da helfen auch einige gute Leads und etwas mehr Krach bei "Disaster Vehicle" nicht viel weiter. Die hier ganz hellen Stimmen und der an Kirchgeläut erinnernde Hintergrund wirft Gedanken an Cradle Of Filth auf. "Pieces" bleibt durchgehend etwas derber und hier sind auch die charttechnisch veranlagten Cleans ganz annehmbar, einfach weil der Song im gleichen Rhythmus verbleibt und nicht anfängt mit Mathrockansätzen oder Polyrhythmen zu jonglieren. Ein sanfterer Einstieg mit sogar mal Tasten bei "Interlude" und dann folgt "Hope". Aber ganz ehrlich. Das ist vom normalen Metal, selbst dem Nu Metal, mit hier sehr seichten Popmelodien so weit weg, das es einfach völlig deplatziert wirkt. Klar gibt es auch dort ganz nette Momente aber Gehirn und Gehör sind hier einfach überfordert, um hier noch objektiv bewerten zu können. "Tide´s Change" macht auf dunkles Instrumental und erinnert so ein bisschen an Moonspell und Konsorten, wodurch es wirklich mal zu gefallen weiß. "On Her Mind (Feat. Pouya)" mixt viel Rap mit ein bisschen Core und Pop. Allein die Vorstellung scheint schon nahezu unhörbar und Volumes beweisen genau diese Annahme vortrefflich. Und wieder bleibt nur zu konstatieren. Würde mal alles losgelöst voneinander betrachten, verbleiben durchaus hörbare Fragmente, allein diese Mixture geht meines Erachtens irgendwie gar nicht oder so nicht. "Heavy Silence" bedient wieder die sanfte Melodieschiene aber tropft, schmalzt und seiert dabei einfach nur belanglos dahin. Auch "Pullin´ Shades" in der nun schon langsam nervenden Melange hievt das Werk in keine entscheidende Richtung mehr und mit "Left For Dead" ist nun endlich auch der nochmal Djent-lastige und derbe Rausschmeißer erreicht. Völlig unrund, ohne je den besagten roten Pfaden jemals zu finden, ja in vielen Abschnitten richtig nervig und im Pop belanglos, kitschig und langweilig. Sorry Guys, aber das war ein Schuss in den Ofen.

Note: 3 von 10 Punkten
Autor: Andreas Gey


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