WEDERGANGER / URFAUST - SAME


Label:VÁN
Jahr:2017
Running Time:22:58
Kategorie: Neuerscheinung
 
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Hier liegt uns eine Split-LP zweier holländischer Black Metal-Bands vor, die seit ein paar Jahren viel von sich Reden gemacht haben. Dieser Tonträger, den es auf CD und als 12“ gibt, enthält vier Tracks, jeweils zwei von jeder Band. Den Anfang machen Wederganger, die sich 2013 gründeten und bis heute schon fleißig ein Demo, ein Album und drei Split-Veröffentlichungen mit ihren Landsleuten Laster, Kjeld und eben Urfaust rausgebracht haben. Ihre beiden Songs sind träge, melancholisch und düster. Das Tempo ist schleppend, die Atmosphäre bedrückend und der Gesang abwechslungsreich, wechselt er doch von clean gesungen bis gekreischt. Der kalte Gitarrensound zieht die gute Laune ganz schön runter. Musikalisch sind sie ihren Kollegen von Urfaust nicht unähnlich. Man fühlt sich auch mal an Darkthrone, Isengard oder Watain erinnert, ohne dass Wederganger nur eine billige Kopie von ihnen sind. Urfaust gibt es schon seit 2003. Sie spielen Atmospheric Black Metal mit Ambient-Einflüssen und haben bis heute vier Alben und einen Haufen (Split-) EPs veröffentlicht. Ihre beiden Songs sind länger als die von Wedergänger; einer sechs und einer sieben Minuten. In den letzten Jahren gab es einen ziemlichen Hype um diese Band. Nachvollziehen kann ich das nicht. Klar, ihre Musik ist atmosphärisch und eigenwillig, aber so richtig zünden will das nicht. Der Sound ist schwammig und keyboardlastig und erinnert mich etwas an die Australier Midnight Odyssey, aber vor allem der gequälte Cleangesang geht einem doch recht schnell auf die Nerven. Vergleiche zu ihren Landsleuten von Laster, aber auch zu ihren Labelmates von The Ruins Of Beverast und Verdunkeln, manchmal auch alte Burzum, sind relativ passend, wobei mir diese Bands alle besser gefallen als Urfaust selbst. Artwork und Aufmachung der Veröffentlichung sind aber so genial, wie man es von Ván Records gewohnt ist. Vermutlich wird dieses Teil voll in der Szene einschlagen, da es eine gewisse düstere Faszination ausstrahlt. Anstrengend sind diese dreiundzwanzig Minuten aber dennoch.

Note: 6.5 von 10 Punkten
Autor: Daniel Müller


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