NICKELBACK - FEED THE MACHINE


Label:BMG
Jahr:2017
Running Time:43:09
Kategorie: Neuerscheinung
 
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Klar, der Markt und Fanwert der Kanadier Nickelback ist anscheinend ungebrochen. Nur in der Metalszene gab es in den letzten Jahren, für die neuere Musik und einigen Sprüchen von Fronter Chad Kroeger, einiges an Schelte. Zu sehr setzte man auf Pop und Schmusekurs. Es ist wie bei vielen alten Bands die ihre musikalische Intention für das Chartpublikum, die selten Fans der ersten Stunde waren, geopfert haben. Der kernige Sound der 90er-Grunge Zeit ist fast verloren. Dafür drehen sie den Spieß mit „Feed The Machine“ wieder etwas um. Klar auch hier ist der Hausfrauenrock mit Beiträgen wie „Song On Fire“ und „After The Rain“, nicht weggespült aber Kracher wie der Opener und Titeltrack, sowie der direkte Nachfolger „Goin For The Ferryman“, lassen hoffen. Im Prinzip ist den Canucks mit vorliegendem neunten Album der Spagat gelungen, alte und neue Fans an einen Tisch zu holen. Klar muss der Hardcore-Anhänger etwas tapferer sein aber es ist machbar. Man muss ehrlich sein, oft wollte Nickelback sich von ihrer musikalischen Formel (wie von ihnen selbst angekündigt) trennen…Mission: Impossible! Denn weder will die Band es wirklich selbst, noch die aktuellen Fans. Also stecken sie fest im ewig gleichen Sumpf der Tretmühle, genannt Eigenkopie. Mit Glück kommt mal der eine oder andere Hit dabei raus. „Feed The Machine“ ist weder Götterdämmerung noch Weltuntergang, sondern ein guter Versuch beide Lager der Bands zu vereinen. Aber da ich mit meiner Lebensgefährtin zusammen das Album gehört habe und sie der größte Nickelback-Fan in Duisburg ist, bekommt das Opus einen Punkt mehr.

Note: 8 von 10 Punkten
Autor: Steve Burdelak


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