STONE SOUR - HYDROGRAD


Label:ROADRUNNER
Jahr:2017
Running Time:65:21
Kategorie: Neuerscheinung
 
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Stone Sour sind bald auf Tour (zumindest mit fünf Headliner-Daten in Deutschland) und schicken vorab, ihren neuen Silberling „Hydrograd“, mit ihrer typischen Version an Alternative Metal/Rock und Post-Grunge ins Rennen. Düster und kernig, gehen die Jungs, rund um Fronter und Aushängeschild Corey Taylor (Slipknot, auch für Gitarre und Piano verantwortlich), zu Werke. Getragen wird der Sound oft von voluminösen Keyboard-Teppichen, die durch den Äther wabern. Klar, mit diesem Side-Projekt, hat der gute Man nicht so viel Zeit über, denn die Hauptband drückt. Deshalb ist es kaum verwunderlich, dass der letzte Release „House Of Gold & Bones – Part2“, bereits vier Lenze zurückliegt. Verlernt hat man indessen nichts. Das Händchen für Chartplatzierungen ist noch da, wie ein sonniger Beitrag wie „Song #3“ belegt. Obschon die Jungs, trotz aller Melodien und Hooklines, auf ihrem sechsten Release, nichts anbrennen lassen. Die aktuelle Besetzung, nebst dem Corey setzt sich aus Christian Martucci (bereits seit 2014 dabei) an der Gitarre, Rhythmus-Klampfer Josh Rand (seit 2000 das zweite Mal dabei), Basser Johny Chow und Drummer Roy Mayorga (auch bei Channel Zero aktiv) zusammen und lässt mit „Fabuless“, „The Witness Trees“ und „Knievel Has Landed“, erdige Granaten ab, die sich schnell in die Herzen der Fans platzieren werden. Die angegebenen The Beatles und Led Zeppelin Einflüsse, bleiben jedoch weiterhin sehr latent. John, Paul, George und Ringo, kommen vielleicht so eben auf „Rose Red Violent Blue“ durch. Ein besonderes Lob muss ich hier an den Sologitarristen richten. Das sind richtig coole Ausführungen. Mit „St. Marie“ offeriert man noch eine schöne Country-Melodie, die sich vom restlichen Material deutlich absetzt. Stone Sour, das ist halt facettenreicher Rock, der sich die nächsten Jahre halten wird. Schönster Beitrag ist die Ballade „When The Fever Broke“, die mich stark an den viel zu früh gestorbenen Sänger Black erinnert. Weiter so!

Note: 8 von 10 Punkten
Autor: Steve Burdelak


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