BONFIRE, TIGHT

Neuss, Partytour, 05.05.2017

BONFIRE, TIGHT Neuss,Partytur,05.05.2017 Ja traurig wenn die Organisation von Laien übernommen wird aber wir konnten nicht pünktlich zur ersten Band rein, weil sich eine enorm lange Schlange an Besuchern aufgestaut hatte. Der Verkauf von Getränkebons ist aber auch ein vorheriges Studium wert. Also bitte!

Tight - live - 2017Tight spielten also die ersten zwei Lieder ohne dem Publikum vor der Tür. Schade für die Truppe. Obschon so mancher im Nachhinein der Meinung war, nicht viel verpasst zu haben. Klar die Band gab Vollgas und war bis auf den Gitarrist Ben Schlieps (vielleicht noch zu neu im Team der Gang aus Rommerskirchen), recht spielfreudig. Als Überraschung gab es noch die treibende Bassistin Marion Hofbauer (Secret Flame). Und obwohl der Metal der Formation seit den eher starren Anfangsjahren ordentlich Schub gewonnen hat und als Opening Act durchaus auf der richtigen Linie liegt, ist die stimmliche Spannbreite von Fronter Martin Brendler, eher bescheiden. Die Konkurrenz ist heutzutage erdrückend und da muss mehr ran als eine handvoll aggressive Shouts. Mehr eierpackende Screams und mehr Hooklines in den Vocals…mehr Ohrwurmcharakter. In den Liedern bleibt die Stimme zu wenig in Erinnerung. Ohne die Soli von Stephan Schwenke würde wenig Prägnantes passieren. Dennoch war die Hütte nach dem Gig, samt Gastsängerin gut eingeheizt. (Dagmar Hegger)

Bonfire - live - 2017Alexx Stahl, den ich bereits mit Roxxcalibur erleben durfte, präsentierte sich mir heuer das erste Mal live als Bonfire Sänger. Das ist nun der dritte Shouter, den ich mit den Ingolstädtern live erlebte. Davor natürlich mit Claus Lessmann und danach noch mit David Reece. Alexx hat zumindest deutlich mehr Metal in der Stimme als seine Vorgänger und das kommt den aktuellen Songs vom Album „Byte The Bullet“, die extra auf ihn zugestimmt wurden, natürlich zu Gute aber seine Screams und Shouts beleben auch die älteren Klassiker. Zudem hat er eine positive Ausstrahlung und einen gesunden Hang mit dem Publikum umzugehen. Auch wenn der Spruch: „make some Neuss“, in dieser Stadt bereits ein Kalauer ist, den man nur müde grinsend annimmt. Was soll ich sagen? Ich habe noch nie ein schlechtes Konzert der Süddeutschen gesehen und auch heute sollte es keine Ausnahme geben. Trotz der Sängerwechsel in den letzten beiden Jahren, wirken Bonfire wie eine eingespielte Mannschaft. Nur Original-Mitglied und Gitarrist Hans Ziller, hält sich etwas im Hintergrund und überlässt seiner verjüngten Truppe die Front. Jedes Mitglied hat die berühmten fünf Minuten Ruhm auf der Bühne, das gilt natürlich auch für ein Drum Solo von Tim Breideband aber Gitarrist Frank Pané (Sainted Sinners mit ex-Bonfire Shouter David Reece) spielt herausragend. Das muss an dieser Stelle mal erwähnt werden. Da haben wir sicherlich bald einen neuen Superstar in Sachen Gitarrist in Germany. Ich liebe seine Soli und seiner Performance „on Stage“. Das die Songauswahl selbstredend auf den Themen des aktuellen Albums lagen ist klar und dennoch mussten die alten Fans kaum einen Klassiker missen. Leider gab es die berühmte Sperrstunde, sonst hätten die Burschen sicherlich noch manches Highlight losgelassen. (Steve Burdelak)



Autor: Steve Burdelak, Dagmar Hegger - Pics: Steve Burdelak