ZIMMER 108 - Serie von Nathalie Basteyns & Kaat Beels


Label:UNIVERSUM
Jahr:2017
Running Time:500:00
Kategorie: Neuerscheinung
 
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Ein junges Mädchen mit milchigen, offenen Augen, liegt auf dem Bett. Die besorgte Mutter Kristel Brouwers (Inge Paulussen), die Ihre neunzehnjährige Tochter Kato Hoeven (Lynn van Royen) vermisst, die nicht vom Schützenfest nach Hause gekommen ist, macht die ganze Familie nervös. Ihr Mann Marcus Otten (Jan Hammenecker) der Stiefvater des Mädchens versucht sie zu beruhigen. Nun der Blick wieder auf das Mädchen welches klare Augen bekommt und aufsteht. Sie sieht eine Tote mit einer Kopfverletzung in der Badewanne, es könnte ihre Zwillingsschwester sein oder sie selbst? Jetzt verlässt sie überstürzt und schnell das Zimmer 108 und das Hotel „Beau Sèjour“. Sie rennt durch den Wald, bis Sie erschöpft an einem Baum zusammebricht und einschläft. Geweckt wird sie von einem weißen Pferdekopf. Sie streichelt das Pferd, derweil steigt ein anderes Mädchen, von der anderen Seite auf und reitet davon. Trotz Hilferufe von Kato bemerkt die Reiterin sie nicht. Verwirrt geht Sie nach Hause und duscht um sich das Blut am Kopf abzuspülen. Sie ahnt das was Schlimmes geschehen ist, kann sich aber an nichts erinnern. Nun fährt sie mit Ihrem Motorrad (das Sie nimmt und doch stehen bleibt), zu Ihrem Vater Luc Hoeven (Kris Cuppens), der im Vereinshaus der Crossrennbahn zu finden ist. Dort fand am Vorabend das Schützenfest statt. Dies ist in dem Dorf in der Limburger Provinz nahe der Maas, auch der Treffpunkt der Einwohner. Beim Aufräumen findet einer einen Hammer, auf dem sich Blut befindet. Sie trifft Ihren Vater an, der Sie sehen kann. Ist sie lebendig oder Tot? Kein anderer vor Ort bemerkt Sie. Vorerst wird dem Vater das gar nicht klar, er ist froh sie gesund und munter zu sehen. Sie berichtet ihrem Vater Luc und von der Ahnung, das Sie tot sei, doch er ist wie immer angetrunken. Luc ist der Schatzmeister und der Schuldirektor in diesem Ort. Nach und nach finden sich weitere Personen die sie sehen können, dazu gehören: Die Stiefschwester Sofia Otten (Charlotte Timmers), die in ihren Exfreund Leon Vinken (Maarten Nulensund) verliebt ist, von dem sich Kato auf dem Schützenfest getrennt hat. Charlie Vinken (Joren Seldeslachts) der einen „Urlaub“ in der Psychiatrie verbracht hat und regelmäßig Tabeletten einnehmen muss. Zudem ist er auch der Cousin von Leon. Dann der lokale Polizist Alexander Vinken (Johan van Assche) der Vater von Charlie. Alexander hilft zur Zeit seiner Schwägerin, der Mutter von Leon, bei der Renovierung des Hotels „Beau Sèjour“, für die Neueröffnung. Und da ist noch Ihre Freundin Ines Anthoni (Joke Emmers) die Kato bei sich wohnen läßt. Sie setzt alles daran, das der Tatort im Hotel Zimmer 108 gefunden wird. Kurz darauf wird ihre Leiche in der Maas geborgen. Kato steht neben Ihrer Mutter Kristel am Fluss, die in Trauer zusammenbricht. Es ist Kato nicht möglich ihre Mutter zu trösten. Was passiert? Warum ist sie noch da? Und wieso wird sie von einigen Personen gesehen und gehört, als würde sie noch leben?

Die belgische Bundespolizei wird mit hinzugezogen. Die Ermittlungen werden von Kommissarin Marion Schneider (Katrin Lohmann) und Kommissarin Dora Plettinckx (Mieke de Groote) durchgeführt. Nach der Obduktion wurde Extasy festgestellt. Sie werden aufmerksam und finden Details zu einem weiteren ungelösten Fall, der vor genau fünf Jahren stattfand. Natürlich auch nach einem Schützenfest, in einem anderen Hotel, in Zimmer 108. Dann ist Kato noch an diesem Abend auf Bildern einer Überwachungskamera zu sehen, als Beifahrerin auf einem Motorrad. Sie verfolgt die Spur selber und besucht den Fahrer. Einen älterer Herr der Sie auch sehen kann. Sie nimmt die Ermittlungen selbst in die Hand! Die Darstellung, sprich Umsetzung zwischen der Realität und der anderen Dimension ist gut! Es geht nur sehr träge und langsam voran, es fehlt einiges an Esprit. Wo man am Anfang noch Rätzeln konnte, kommt selten ein ein neuer Überraschungseffekt rein. Man könnte auch annehmen, dass dieses Dorf aus zwei-drei Familiendramen besteht, die miteinander verbunden sind. Es ist nur die Frage: ist das Dorf eingeschlafen oder die Darsteller? Kato, gespielt von der Hauptdarstellerin Lynn van Royen wirkt fad, langweilig und ohne Emotionen. Sie verfügt über keinerlei Ausstrahlung Vielleicht ist ja genau das vom Regisseur gewollt. Die Stiefschwester Charlotte Timmers bringt am meisten Ausstrahlung rüber. Jung und frisch verliebt, spielt sie ihre Rolle perfekt. Kris Cuppens (als Luc), der Vater von Kato, versucht in seiner Darstellung ein wenig Witz hineinzubringen, was ihm in der Rolle des Alkoholikers auch möglich ist. Empfehlen kann ich die Serie denjenigen, die auf langsame Krimis stehen, ohne Aktionen und Überraschungsmomente. Typisch in Sinne des Nordic Noir Genre.

Note: 6 von 10 Punkten
Autor: Dagmar Hegger


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