DEEP PURPLE - INFINITE


Label:EAR
Jahr:2017
Running Time:134:34
Kategorie: Neuerscheinung
 
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Da ist es nun, das tolle Package der Promotioncompany: Doppel-Vinyl und die bereits von uns besprochene DVD des Films „From Here Ton Infinite“. Allerdings muss man die vier Seiten des schwarzen Goldes mit 45 Umdrehungen abspielen. Alles steckt im aufwendig gestaltetem Gatefold Cover, das ein Highlight schon allein für das Auge ist. Die Musik muss ich den Fans derweil kaum ans Herz legen. Und große Vergleiche zu Klassiker vergangener Jahre, sollte man auch außen vorlassen. Hier geht es nicht mehr darum ein Vorgängeralbum toppen zu müssen, sondern aus dem Fundus erlebter Jahre, noch einmal die Musik der legendären Rocker aufleben zu lassen. Vielleicht ein letztes Mal, denn die Jahre haben am Körper gezehrt und zumindest Gitarrist Steve Morse hat bereits vehemente Probleme mit seiner rechten Hand. Das muss er bereits mit einer Manschette kaschieren.

Somit dürfen wir zehn Tracks genießen, wobei der Outtake, „Roadhouse Blues“ (im Original von The Doors), den einzigen Track darstellt, der nicht aus eigener Feder stammt. Die Umsetzung ist völlig legitim, wenn auch nicht weltbewegend. Easy-going und pure Gelassenheit. Das scheint eh das Credo der gesamten Scheibe zu sein, egal ob man nun rockiger zu Werke geht, „Time For Bedlam“, sich in Psychedelic-Gefilde begibt, „Birds Of Prey“, experimentierfreudiger erscheint, wie mit „The Surprising“, 70er-Jahre Rock-mäßig ein Thema abhandelt wie auf „All I Got Is You“ oder nur die gute Hammond wummern läßt („Johnny´s Band“). Das zwanzigste Album ist kein Überflieger aber durch die Präsentation sicherlich solides Machwerk. Leider bleibt zumindest eine große Überraschung aus. Na ja, Mister Gillan ist zweiundsiebzig und rockt fortwährend kerniger als auf dem Vorgänger, der teilweise von der Konkurrenz mit Höchstnoten bestückt wurde. Bin gespannt wie man nun mit diesem besseren Werk verfährt, haha. Man sollte sich Platz nach oben lassen.

Am besten und das ist schon seit Jahren so, gefällt mir Steve Morse. Seine Licks sind manchmal oft qualitätsgleich mit dem was Ritchie Blackmore für diese Band geleistet hat und stets locker aus dem Ärmel geschüttelt. Respect! Wer noch das Bonusteil (circa neunzig Minuten der oben erwähnten Spielzeit) erklärt haben möchte, möge bitte folgenden Link folgen: http://www.crossfire-metal.de/16043-0-IM-KINO-MIT-DEEP-PURPLE-Premiere-des-Films-From-Here-To-Infinite.html

Note: 8 von 10 Punkten
Autor: Steve Burdelak


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