CIRITH UNGOL - KING OF THE DEAD


Label:METAL BLADE
Jahr:2017/1984
Running Time:50:16
Kategorie: Re-Release
 
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Bei Kultbands wie Cirith Ungol scheiden sich immer die Geister. Die einen schwören voll drauf, die anderen können gar nichts damit anfangen. Dieses Jahr sind sie überraschenderweise für das Keep It True bestätigt und legen gleich noch einen Gig auf dem Hammer Of Doom nach. Da liegt es natürlich nahe, alle vier alten Alben noch einmal für jedermann zugänglich zu machen. Cirith Ungol sind US Metal-Kult und haben vier Alben veröffentlicht, aber auch schon seit 1992 nichts mehr so wirklich gemacht. Sie steigerten sich auf jedem weiteren Album deutlich. Klangen die Demos und das Debüt „Frost And Fire“ noch recht unbeholfen, so war der Fortschritt auf dem Zweitwerk „King Of The Dead“ schon recht groß, auch wenn der Stil immer noch sehr eigenwillig und kauzig war, was vor allem an den Pumuckl-Screams von Frontmann Tim Baker liegt, der sicherlich nicht jedermanns Sache ist. Die Mucke klingt sperrig, die Produktion – genau wie bei frühen Manilla Road-Alben – mehr wie Demos, aber dafür mit schön warmem, analogem Sound. Ob man das Klassik-Instrumental „Toccata In Dm“ wirklich braucht, lasse ich mal dahingestellt. Die eigenen Songs haben aber dennoch einen gewissen Charme, der den Hörer in den Bann zieht. Das Album gibt es auf CD und auf Vinyl. Allein das Covergemälde von Michael Whelan, welches das Artwork von Michael Moorcock´s „The Bane Of The Black Sword“ zeigt, rechtfertigt den Kauf des Vinyls. Fans von Manilla Road, Pagan Altar, Realmbuilder oder August Redmoon werden wohl blind zuschlagen, weil die alten Versionen heute Schweinepreise erzielen. Die richtig geilen Mitgrölhymnen gab es allerdings erst auf den beiden Folgealben „One Foot In Hell!“ (1986) und „Paradise Lost“ (1991). Wer das Album bereits besitzt, wird hier übrigens nicht angesprochen, da auch diese Neuauflage keine Bonustracks besitzt.  

Note: 7.5 von 10 Punkten
Autor: Daniel Müller


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