FAIRYTALE - BATTLESTAR RISING


Label:ART GATES
Jahr:2017
Running Time:56:08
Kategorie: Neuerscheinung
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Die Ruhrpott Metaller von Fairytale treiben schon seit 2000 ihr Unwesen, veröffentlichen jetzt aber ihr erst drittes Album. Nach zwei Alben, die noch als Eigenpressungen erschienen waren, ist man nun bei dem spanischen Label Art Gates Records gelandet, die mir bislang kein Begriff waren. Im Line-Up gibt es zwei Neuerungen: Schlagzeuger Christopher Instenberg hat das Album zwar noch eingetrommelt, ist aber jetzt nicht mehr dabei. Den Posten am Mikrofon hat kein Geringerer als Carsten Hille übernommen, den man auch von Javelin und Earacle her kennt. Wer aber glaubt, dass er sich ständig wiederholt und alles ihm gleich klingt, der muss sich eines Besseren belehren lassen, was schon der Titelstrack zeigt, der direkt nach einem kurzen, gesprochenen Intro ertönt. Hymnischen, typisch deutschen Teutonen Metal gibt es hier zwar immer noch, aber insgesamt klingen Fairytale durch Hilles höheren Gesang heute deutlich amerikanischer als noch zuvor. Zwischendurch gibt es aber auch immer wieder ein paar Growls, die die Sache auflockern. Die Riffs sind härter und knackiger als in der Vergangenheit, die Soli klingen ausgefeilter. Textlich geht es bei diesem Konzeptalbum um die Science Fiction-Fernsehserie „Kampfstern Galactica“, die von 1978 bis 1980 von Glen A. Larson produziert wurde. Das Album knallt, auch durch die Produktion, an allen Ecken und Enden, kommt ohne Lückenfüller aus und überzeugt auf ganzer Linie. US Metal-Fans von Bands wie Metal Church, Vicious Rumors, Heathen, Jag Panzer oder auch den Kanadiern Annihilator können hier genauso bedenkenlos zugreifen wie alte, eingesessene Fans der Band und traditionellen teutonischen Stahls.

Note: 9 von 10 Punkten
Autor: Daniel Müller


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