XTERNITY - FROM ENDLESS DEPRAVITY


Label:AURAL ATTACK
Jahr:2016
Running Time:50:57
Kategorie: Neuerscheinung
 

Das Logo erinnert an Schriftzüge des renommierten Zeichners Christophe Szpajdel. Die Münsteraner Xternity deshalb jedoch automatisch zu den Schwarzmetallern zu zählen, wäre zu einfach und auch falsch. Zwar ist der Gesang meist Black Metal-lastig, die Musik ist jedoch viel facettenreicher. Nach einem Demo und einer EP handelt es sich bei „From Endless Depravity“ bereits um das zweite Album der erst 2012 gegründeten Band. Nach einem kurzen Intro geht es groovig, aber dennoch melodisch zur Sache. „Necromantic Prophecy“ und der Titeltrack werden mit einer schönen Akustikgitarre eingeleitet und dann mit Doublebass fortgeführt und erinnert mit seinen melodischen Gitarrenläufen an gute alte Schweden-Bands. Bei „Black Stars Paled Stripes“ und „Spear Behind Disguise“ gibt es dann auch mal wildes Geknüppel. Und so erschaffen sich Xternity ihr eigenständiges Gebräu, das zwar viele Einflüsse offenbart, aber nie irgendwo abgekupfert klingt. Im Prinzip haben sie ihren eigenen Stil. Mit zwei Überraschungen kommen sie dann aber doch noch um die Ecke: Zum einen gibt es mit "Das Menschenvolk“ auch einen deutschsprachigen Track und mit „In Callousness We Rot“ sogar einen lupenreinen Death Metal zu bestaunen. Xternity liegen irgendwo zwischen Black-, Thrash- und Death Metal, irgendwo zwischen Vergangenheit und Gegenwart und stecken aus der derzeitigen Retromasse voll heraus. Abgerundet wird alles mit einer schön druckvollen und transparenten Produktion, für die sich kein Geringerer als Altmeister Andy Classen verantwortlich zeigt sowie einem gelungenen Coverartwork des Amerikaners Mark Riddick, welcher schon Veröffentlichungen von etablierten Horden wie Abigail, Absu, Avulsed, CadavericPoison oder Nunslaughter verziert hat. Musikalisch mal etwas anderes; sollte man gehört haben!

Note: 8.5 von 10 Punkten
Autor: Daniel Müller


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