IMPERIAL STATE ELECTRIC - HONK MACHINE


Label:PSYCHOUT
Jahr:2015
Running Time:32:23
Kategorie: Neuerscheinung
 
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Seit 2010 treiben die schwedischen Rocker um Nicke Andersson, den ehemaligen Trommler der Death-Metal-Kapelle Entombed sowie Gitarrist und Sänger von The Hellacopters ihr Unwesen. Album Nummer vier mit dem Titel "Honk Machine" erschien 2015. Ich durfte bereits den Nachfolger "All Through The Night" rezensieren und seitdem weiß jeder aufmerksame Leser, dass ich von den Schweden voll angefixt bin.

Elf Tracks umfasst die Full Length von 2015 bei einer Spieldauer von knapp über einer halben Stunde. Die Rocker lieben es halt knapp und würzig und was für ein Pfeffer in den Jungs steckt, das merkt man bereits beim Opener "Let Me Throw My Life Away". Selbiger eröffnet mit knackigen Drums und erinnert umgehend an Nicke`s absolute Favs, nämlich die Blütezeit von Kiss und gibt einen klasse Rocksong mit tollen Gitarren und lockerem Chorus ab. "Anywhere Loud" ist die schon von mir in einem anderen Review beschriebene Singleauskopplung und einfach nur ein mitnehmender Chartkracher aus den 70er-Jahren. Ein richtig flotter Rocker dann mit "Guard Down". Klasse Riffs und ein bisschen dreckig. So klang damals halt ein typischer Garagensong. "All Over My Head" mit akustischer Gitarre ist wieder so schön mitnehmend und mal wieder ein Blick rüber zu Chris Norman & Co, sprich Smokie. Etwas Beatles gefällig, andere Rezensoren sprechen gar von einer Hommage an die Liverpooler, dann mal schnell in "Maybe You`re Right" reingehört. Sowas macht einfach nur Spaß und kommt nur easy und cool daher. Richtig toll geht es dann mit "Walk On By" weiter. Hier die Hammond, da die lässig verzerrte Gitarre und dort etwas Soul mit Gospel-Chören machen aus der Ballade einfach eine Riesennummer. Noch ein richtig starker Rocksong mit tollen Backgroundaktionen wird dann mit "Another Armageddon" gleich hinterher geschmissen. Klasse Gitarren und treibende Rhythmen machen aus "Lost In Loosing You" alles andere als die vom Titel vielleicht erwartete Schmusenummer. Im Mittelteil sogar ein kurzes Solo auf den Fellen und hinterher dann gleich ein paar Leads zum Niederknien. "Just Let Me Know" gibt dann wieder den typischer Rocker im Stil der maskierten Love Gunner. Höre ich da vielleicht das leicht bluesig angehauchte Mikro von Paul Stanley? "Colder Down Here" geht dann glatt noch mal ein paar Jahre zurück oder auch nach vorne. So ganz genau weiß man es halt nicht. Insgesamt etwas dunkler, grooviger und wenn Nicke "Needles & Pins" singt, dann führt das hier eher auf die falsche Fährte. Wie dem auch sei, wieder eine starke Nummer, aber eher im härteren Rock angesiedelt. Mit knalligeren Gitarren geht es auch im Rausschmeißer "It Ain`t What You Think (It`s What You Do)" weiter. Einmal mehr schaffen es Imperial State Electric einen lässig-coolen und richtig fetzenden Vintage-Trip hinzulegen. Ich habe die Platte schon bei mir im Schrank stehen. Ihr auch?

Note: 8.5 von 10 Punkten
Autor: Andreas Gey


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