ANGELCIDE - HUNTING ASTRAL PREY


Label:SELBSTVERTRIEB
Jahr:2016
Running Time:42:15
Kategorie: Eigenproduktion
 
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Als es mit Angelcide losging, war man noch in Dayton beheimatet und auf Ambient Black Metal eingeschossen. Inzwischen floss viel Wasser durch den Hudson, man gibt nun mit New York seine Heimat an und liefert seine zweite Scheibe nach dem Debütalbum "Twilight Carnage" aus 2009 ab. Musikalisch hat man sich vom Ambient entfernt und zum angeschwärzten Death Metal entwickelt. Es wird noch immer viel mit blackmetallischer Kälte geschraddelt, aber auch filigranere Leads eingebaut. Die ketzerisch gegrowlten Vocals wurden mit Hall versehen und klingen direkt wie aus dem Schlund der Hölle. Geil auch die langen, atmosphärischen Instrumentalstrecken wie in "Grotesque Mass Of Tentacles And Eyes", in dem sich in erster Linie die Gitarren auslassen. Der Plural ist gut, denn hinter dem Namen Angelcide verbirgt sich ein Alleinherrscher mit dem Namen Maelstrom, der sich für alle Instrumente und den Vocals verantwortlich zeichnet. Zum Schluss hebt die Viertelstunde der unnötigen Geräuschkulisse "Dark Matter" die Gesamtspielzeit auf über vierzig Minuten an. Angelcide aus den Vereinigten Staaten gehört trotzdem zu den besseren Ein-Mann-Klamotten des Genres.

Note: 7 von 10 Punkten
Autor: Joxe Schaefer


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